Willkommen auf unserer Homepage!

Es freut uns, dass Sie sich für unsere Ansichten, unsere Arbeit und unsere Ziele interessieren. Die SPD-Ortsvereine Lappersdorf, Hainsacker und Kareth wurden im Jahr 1919 gegründet. Ihre  Mitglieder und Vertreter in der Kommunalpolitik haben sich seitdem für die Verbesserung der Lebensverhältnisse, für  Familien und für die Schwächeren in unserer Heimatgemeinde eingesetzt.

Auch heute bemühen wir uns, unser kommunalpolitisches Handeln  an den sozialdemokratischen Grundsätzen Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu orientieren. Wir werden weiterhin für  mehr Demokratie, Transparenz und soziale Gerechtigkeit in Lappersdorf  kämpfen. Helfen Sie uns!

Dazu brauchen wir den Dialog mit Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihren Anregungen und Ihrer Kritik. Nehmen sie Kontakt mit den Ortsvereinsvorsitzenden, den Mandatsträgern und Mitgliedern auf! Wir würden uns sehr freuen!

 
 

Topartikel Kommunalpolitik Neuer Kinderhort kommt nach Kareth

Nachschulische Betreuung in viergruppigem Kinderhort

Mit 14 zu 10 Stimmen hat der Marktgemeinderat in der Sitzung am 11. Juli 2017 mehrheitlich den Anbau eines viergruppigen Kinderhortes an das Karether Grundschulgebäude beschlossen. Knapp eine Million Euro Zuschüsse sind dafür von der Regierung in Aussicht gestellt.

Ein siebenjähriges Verdrängen und Dahinwurschteln mit der Übergangslösung in der Gemeindehalle und Ausnahmegenehmigungen durch die staatlichen Aufsichtsbehörden auf Kosten der Eltern und Kinder geht zu Ende. Vorläufig.

Hortplätze: Es bleibt eng.                                                

68 Kinder warteten nach der diesjährigen Anmeldewoche auf einen der 50 genehmigten Hortplätze  für die nachschulische Betreuung. Ein zusätzliches Provisorium z.B. durch die Umfunktionierung des Jugendraums in der Gemeindehalle lehnte das Kreisjugendamt kategorisch ab. Angesichts der angespannten Lage genehmigte es aber letztmalig für ein Jahr eine Überbelegung um 7 Plätze auf insgesamt 57 Plätze. Weil einige Eltern auf einzelne Buchungstage verzichteten und andere in die Mittagsbetreuung wechselten, konnte die Anmeldezahl von 68 auf 63 Kinder reduziert werden. Von den 63 Kindern teilen 14 sich die Plätze; so dass die genehmigten 57 Plätze nicht überschritten werden.

Da einige Kinder zu wenig angemeldet wurden kann für das nächste Schuljahr keine Ganztagesklasse gebildet werden. Die angemeldeten Schüler brauchen als Ersatz aber einen Hortplatz- und so werden es 75 Hortkinder. Für das frei gewordene Klassenzimmer genehmigte das Kreisjugendamt eine Notlösung für ein Jahr. So müssen vorerst keine Hortkinder abgewiesen werden.

CSU-Fraktion fordert ein Gesamtkonzept mit schulischer Erweiterung und stimmt gegen den Neubau des Kinderhortes

Ein schulisches Gesamtkonzept für Kareth! Willkommen in der Wirklichkeit, liebe Lappersdorfer CSU! Die SPD Fraktion fordert das nachweislich seit 2010 und hat schon den letzten Anbau ans Karether Schulhaus im Jahr 2011als kurzsichtige „Flickschusterei“ bezeichnet. Warum aber die CSU-Räte gleichzeitig gegen den Neubau des längst überfälligen Kinderhortes stimmten, das müssen sie Müttern und Vätern erklären, die auf den Hort angewiesen sind.

Ob die Wählerinnen und Wähler den christsozialen Politik-Trick  durchschauen?

„Gesamtkonzept vor Kinderhort“ klingt gut. Verschwiegen wird, dass ein Förderantrag im schulischen Bereich bis November 2017 gestellt sein müsste. Dieser Termin ist in der Praxis nicht einzuhalten. Der Kinderhortanbau wäre damit aber (wieder) verschoben.

Die SPD fordert weiterhin –wie jetzt auch die CSU- ein Gesamtkonzept für die Karether Schule mit Ganztagesklassen und nachschulischer Betreuung.

Der viergruppige Hortanbau ist so zu planen, dass er sich als erster Bauabschnitt in die folgende Schulhauserweiterung einfügt.

Veröffentlicht am 23.07.2017

 

Ortsverein Katja Stegbauer führt die Lappersdorfer SPD

Generationswechsel im Vorstand.
Dr.Tobias Hammerl spricht von Richtungswahl
am 24. September

Zu Beginn gedachte die Versammlung ihrer verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden Otto Eckl und Günter Streiff. Katrin Stegbauer würdigte ihre Persönlichkeit und ihre Verdienste für den Ortsverein.

Neu aufgestellt hat sich der SPD-Ortsverein Lappersdorf am 21. Mai bei der Jahreshauptversammlung in der TSV-Gaststätte. Katja Stegbauer folgt dem im Januar verstorbenen Günter Streiff als Vorsitzende nach. Neu in den Vorstand gewählt wurden Daniela Herbrecher als stellvertretende Vorsitzende und Jürgen Kral als Kassier. Schriftführerin bleibt Christiane Busl und als Kassenrevisor wurde Fritz Weinbeck bestätigt.

Zu Delegierten gewählt wurden für den Unterbezirk Katja Stegbauer und Fritz Weinbeck, für die Kreisdelegiertenkonferenz Katja Stegbauer, Daniela Herbrecher und Fritz Weinbeck und für die Stimmkreiskonferenz zur Landtags- und Bezirkstagswahl 2018 Katja Stegbauer und Fritz Weinbeck.

Der SPD Direktkandidat für die Bundestagswahl Stadtrat Dr. Tobias Hammerl bedauerte, dass die SPD den „Schulz-Effekt“ programmatisch nicht genutzt habe. Mit der Forderung nach einer Vermögenssteuer, einer Bürgerversicherung und einer verbesserten Rentenversicherung wünschte er eine Abkehr von der bisherigen neoliberalen Politik und sah in der Bundestagswahl am 24.September eine Richtungsentscheidung für Deutschland und Europa.

In der Aussprache zum Tätigkeitsbericht der SPD-Fraktion im Lappersdorfer  Marktrat bezeichnete Barbara Rappl die Modernisierung der Schule in Hainsacker und den Neubau des Kinderhauses als großen Erfolg. Zusammen mit der Vorsitzenden Katja Stegbauer und Marktrat Harald Baier kritisierte sie die fehlenden Hortplätze für die Karether Grundschüler. Da nach Meinung der SPD kein Kind abgewiesen werden dürfe, hat die SPD im Marktrat schon vor geraumer Zeit dringenden Handlungsbedarf angemahnt. So würde die SPD an das Karether Schulhaus schnellstens Module anbauen. Die vernünftigste Lösung – denn die Grundschüler und der Bedarf an nachschulischer Betreuung werden die nächsten Jahre nicht weniger sondern mehr. Jetzt gilt es bei den Markträten Überzeugungsarbeit zu leisten.

Barbara Rappl zeigte sich zufrieden über die Vorlage einer Prioritätenliste für künftige Investitionen im Markt Lappersdorf, mit der eine alte SPD-Forderung endlich umgesetzt wird.

Auf großes Interesse stieß die derzeit von der GFN bearbeitete Neuordnung des Öffentlichen Nahverkehrs im Markt Lappersdorf mit einer Verbesserung der Achse Oppersdorf-Kareth, mit dem Anschluss an die Achse Lappersdorf-Hainsacker sowie einer gewünschten Verlängerung nach Regenstauf.

Veröffentlicht am 27.05.2017

 

Allgemein Xaver Wolf 1937–2017

Träger des Bayerischen Verdienstordens und der Verfassungsmedaille in Silber

Erinnerungen an einen großen ostbayerischen Sozialdemokraten

Kurz vor seinem 8o. Geburtstag verstarb am 26. März mit Xaver Wolf ein sozialdemokratischer Politiker, der in Hainsacker, im Landkreis Regensburg und im Land Bayern die demokratische Nachkriegsgesellschaft politisch mitgestaltet hat.

Sein Heimatort Hainsacker, seine Familie, sein Ingenieur-Beruf und seine festen Standpunkte in der freiheitlichen Tradition der deutschen Arbeiterbewegung waren die Wurzeln für den Poltiker und Menschen Xaver Wolf.

1941 ist sein Vater in Russland gefallen. Seine Mutter zog mit dem vierjährigen Xaver nach Hainsacker in das Haus ihres Vaters , Ludwig Roth, des „Urgesteins“ der SPD in Hainsacker in der Weimarer Republik sowie des späteren Gemeinde- und Bezirksrates.

Heimat fand der eifrige Ministrant und talentierte Schüler auch in der Pfarrgemeinde Hainsacker. Der Pfarrer förderte ihn. Das Priesterseminar schlug Xaver aber aus. So blieb ihm der Zugang zum Gymnasium verwehrt. Als einziger seiner Volksschul-Abschlussklasse erhielt er aber 1951 in Augsburg einen Ausbildungsplatz als Fernmeldehandwerker. Dort holte er auch am Abendgymnasium das Abitur nach.

Dann verlegte er als Monteur Fernmeldekabel in Niederbayern und in der Oberpfalz, bis er genug Geld für ein Studium am Ohm-Polytechnikum Nürnberg gespart hatte. 1958 heiratete er, das Studium schloss er 1960 als Diplom-Ingenieur ab und wurde Amtsleiter im Fernmeldeamt Regensburg.

1960 beginnt seine politische Laufbahn in der SPD und in der Kommunalpolitik. Nur 25 Stimmen fehlten ihm 1966 bei der Wahl zum Bürgermeister in Hainsacker. Er wurde aber zum Gemeinderat, 2. Bürgermeister und Kreisrat gewählt und machte ihn für die SPD-Mandatsträger MdL Gradl und OB Schlichtinger zum Hoffnungsträger der nächsten Generation.

Xaver Wolf erfüllte diese Erwartungen. Große Beachtung fahnden seine mahnenden Worte im Kreistag, wenn er vehement für die Interessen der Schwachen und des flachen Landes kämpfte. Er forderte den Ausbau der Naherholung, einen gemeinsamen ÖPNV von Stadt und Landkreis, einen sozialen Wohnungsbau in landkreiseigener Trägerschaft und (1972!) ein zweites Landkreis-Gymnasium. Mutig trat er 1972 als Landratskandidat gegen den seit Jahrzehnten regierenden CSU-Landrat Leonhard Deininger an und erhielt 30 % der Stimmen – in Wörth, Ponholz und Hainsacker sogar über 50 %. Die SPD wählte ihn daraufhin zu ihrem Kreisvorsitzenden und 1975 zum Bezirksvorsitzenden für Niederbayern und die Oberpfalz (bis 1982).

Von der Bevölkerung wurde er 1974 in den Bayerischen Landtag gewählt (bis 1990), von 1978 bis 1986 war er stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender. In 20 prall gefüllten Leitzordnern sind seine Landtags-Aktivitäten festgehalten, z. B. der erfolgreiche Einsatz für  den Erhalt der „Maxhütte“ und der Ausbau des Regensburger Uni-Klinikums zum Vollklinikum, über tausend Anfragen, Anträge, Eingaben und Briefe für Bürger, Betriebe, Städte und Gemeinden.

Was bleibt vom Politiker Xaver Wolf in Erinnerung?

Er zeigte sich immer neugierig, leutselig, fürsorglich, kritisch, problembewusst sowie praxis- und lösungsorientiert. Die Abgeordnetentätigkeit als Vollberuf hielt er für eine politische Schwachstelle, da die Verbindung zur Berufs- und Arbeitswelt fehle und dadurch die Abhängigkeit von Parteigremien entsprechend zunähme. Wolf wurde als ein stets fleißiger, aufgeschlossener und immer zuverlässiger Politiker beschrieben, der auch in der Politik Mensch geblieben ist, ein Mensch mit Grundsätzen und Erfahrungen. Erfahrungen des Diplom-Ingenieurs, die in den Auseinandersetzungen um die Atom-Energie und die WAA mit der Mehrheitsmeinung von SPD Gremien kollidierten. Auch in der Kommunalpolitik kollidierten seine Erfahrungen mit der Entwicklung der drei selbstständigen Gemeinden zur Großgemeinde Lappersdorf. Er befürchtete, dass die Bürger nicht mehr wie gewohnt in ihrer überschaubaren Gemeinde politisch mitreden können, dass die Zentralisierung der Kommunalpolitik in der Großgemeinde Politikferne und Demokratiedefizite mit sich bringen.

Seine kommunalpolitische Tätigkeit endete konsequenterweise 1978 mit der Gebietsreform und der Großgemeinde Lappersdorf. Seinen SPD-Ortsverein aber hat er stets großzügig unterstützt.

Geblieben ist die Erinnerung an einen Abgeordneten mit engem Kontakt zu den Bürgern, der die wichtigen politischen Themen öffentlich in gut besuchten Gaststätten darstellte und diskutierte und über die die Lokalzeitungen dann ausführlich berichteten.

Gefragt nach politischen Vorbildern nannte Xaver Wolf Fritz Erler und Carlo Schmid. Er verehrte Wilhelm Hoegner, den Vater der Bayerischen Verfassung. Deshalb war der Verstorbene, der Ehrungen wie das Bundesverdienstkreuz abgelehnt hatte, stolz auf den Bayerischen Verdienstorden und auf die Verfassungsmedaille in Silber.

Stolz auf „ihren“ Xaver Wolf darf die SPD Hainsacker sein und hoffen, dass er für viele Demokraten Vorbild bleibt und bleiben wird.

Veröffentlicht am 09.04.2017

 

Kommunalpolitik Haushalt 2017 für den Markt Lappersdorf: Solide und gut

Mittelfristige Finanzplanung bis 2020: Kostenintensive Sanierungen und Neu-Investitionen. Keine Prioritätenliste.

Im Januar 2017 hat der Lappersdorfer Marktrat den Haushalt in Höhe von 31,6 Mio. Euro mit den Stimmen der Freien Wähler, SPD, Grünen, Bürgerliste und drei CSU Markträten verabschiedet.

Kritisiert wurde von der SPD die derzeitige mittelfristige Finanzplanung bis zum Jahr 2020, in der dringend notwendige Maßnahmen nicht enthalten sind.

Insgesamt steht der Markt Lappersdorf weiterhin auf einem soliden finanziellen Fundament. Im Haushaltsjahr 2017 können 10,3 Mio. in geplante Maßnahmen investiert werden. Die Finanzierung ist gesichert. Die erfreulichste auf der Einnahmenseite ist der Einkommenssteueranteil in Höhe von 9,27 Mio. Euro. Die freie Finanzspanne beträgt 3,1 Millionen. Das sind zufriedenstellende 14,55 % des Verwaltungshaushaltes. Die Unterhaltskosten für die öffentlichen Einrichtungen steigen dagegen kontinuierlich an. Vor allem die laufenden Kosten für das AURELIUM bereiten der SPD Fraktion Bauchschmerzen. Die künftigen Haushalte werden jährlich mit einem Defizit von mindestens 500 000 Euro  belastet werden.

Für die SPD gilt, dass die Lappersdorfer Bürger aufgrund des guten Steueraufkommens ein Recht auf eine funktionierende Infrastruktur und angepasste öffentliche Einrichtungen haben. Durch die Investitionen im Haushalt 2017 in unsere Feuerwehren, den Bauhof, den Straßenunterhalt, die Abwasserbeseitigung, in den Sozialwohnungsbau, den Breitbandausbau und den Grunderwerb, wird der Markt Lappersdorf diesem Anspruch gerecht. Der SPD liegt vor allem der bedarfsgerechte Ausbau und Erhalt unserer sozialen Infrastruktur am Herzen. Hier gibt es bei der Kinderhortsituation für die Grundschulkinder in Kareth sogar kurzfristig dringenden Handlungsbedarf.

Schule Kareth - Hortsituation: Die SPD hat eine Anfrage zum Kinderhort Lappersdorf an der Grundschule Kareth gestellt. Sie sieht es als besonders eilbedürftig an, die Verwaltung zu beauftragen, ein Konzept für die Unterbringung der Hortkinder und den Erweiterungsbedarf des Schulgebäudes mit der Regierung zu besprechen. Leider stößt die SPD seit Jahren mit ihrem Anliegen zum Ausbau der Hort- und Ganztagsbetreuung an der Karether Schule auf taube Ohren. Weder im Haushalt 2017 (Planungskosten!) noch in der mittelfristigen Finanzplanung ist diese Maßnahme eingestellt. Die SPD wird die Dringlichkeiten für die Hort- und Raumsituation im Karether Schulhaus nachdrücklich einfordern.

Schule Hainsacker: Die SPD freut sich, dass die von ihr angestoßene und durchgesetzte Erweiterung und Sanierung der Schule Hainsacker im Herbst 2017 fertig wird. Sie erfüllt die Mindeststandards nach den Förderrichtlinien der Regierung, die Voraussetzung für den staatlichen Zuschuss von einer Million Euro. sind.

Neues Kinderhaus: Beim neuen Kinderhaus hätten wir uns eine frühere Umsetzung gewünscht. Durch diverse Störfeuer aus dem Marktrat wurde diese dringend notwendige Maßnahme mindestens eineinhalb Jahre verzögert. Wenn im Betreuungsjahr 2017/18 nicht mehr alle Eltern einen Betreuungsplatz erhalten, dann tragen die realitätsverweigernden Kollegen im Marktrat die Verantwortung. Zudem gibt es für das neue Kinderhaus am Sportzentrum staatliche Zuschüsse in Höhe von 1,1 Mio. Euro. Eine von der CSU vorgeschlagene Kompromisslösung für die Schaffung von Kindergartenplätzen bei der Karether Schule wäre nach Aussage der Regierung nicht bezuschusst worden.

Sozialer Wohnungsbau: Die SPD wird sich weiter dafür einsetzen, dass die Sozialwohnungen in Oppersdorf nach den Förderrichtlinien der Regierung errichtet, sozial ausgewogen belegt werden und eine langfristige soziale Mietbindung festgelegt wird. Nur so können die Fördertöpfe des Bundes und Freistaates bestmöglichst ausgeschöpft werden.

Sanierung der TSV-Halle: Die SPD begrüßt die Sanierung und Erweiterung der TSV-Halle, zumal für die Ertüchtigung zur Schulsportnutzung Zuschüsse der Regierung in Höhe von ca. 700 000 Euro zugesagt sind.

Aurelium: Kultur kostet Geld und darf auch Geld kosten. Lappersdorf unterhält eine vorbildliche moderne Bücherei und unterstützt mit seinen freiwilligen Leistungen Vereine, Verbände, kirchliche und ehrenamtliche Initiativen. Die SPD begrüßt und unterstützt das weiterhin. Das Aurelium ist zweifellos ein architektonisches Aushängeschild und ein kultureller Glanzpunkt mit einem lukrativen Kulturangebot für Lappersdorf und die Region. Seine Finanzierung wird aber auch zu einem Kraftakt für unsere künftigen Haushalte werden: im Haushalt 2017 ist ein Defizit von 666 400 Euro eingeplant. Damit werden die Befürchtungen der SPD-Fraktion noch übertroffen. die vor dem Bau des Aureliums vergeblich ein Nutzungskonzept oder Alternativen zum entstandenen Objekt gefordert hatte.

Feuerwehren: Die hohen finanziellen Investitionen vor allem in die Feuerwehr Lappersdorf sind in unseren Augen auch einem Investitionsstau geschuldet, der in die letzte Legislaturperiode zurückreicht. Jetzt kommt alles zusammen. In der berechtigten öffentlichen Kritik stehen die viel zu teuren neuen Garagen beim Feuerwehrhaus in Lappersdorf. Deshalb muss in Zukunft alles getan werden, vermeidbare Kostenüberschreitungen bei allen gemeindlichen Baumaßnahmen frühzeitig zu stoppen.

Mittelfristige FinanzplanungPrioritäten richtig setzen.

Der Finanzplan besteht aus einer Übersicht über die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Planungszeitraum 2016-2020. In diesem Zeitraum müssen im Markt Lappersdorf unumgängliche Sanierungen und neue Projekte finanziert werden: Kinderhausneubau, Sozialer Wohnungsbau, Sanierung der TSV-Sporthalle, Beschaffung einer Drehleiter, Brandschutzmaßnahmen usw.

Die SPD kritisiert, dass dabei die dringenden Erweiterungsmaßnahen für die Schule Kareth genau so wenig enthalten sind wie der generalsanierungsbedürftige kirchliche Kindergarten in Lappersdorf. Die Karether Feuerwehr hat zudem den Bedarf für ein neues Feuerwehrhaus angemeldet.

Die SPD hat wie schon oft in der Vergangenheit die Erarbeitung einer Maßnahmenliste mit Gewichtung der Prioritäten gefordert. Es kann nicht so weitergehen, dass der, der am lautesten schreit oder am besten für sein Objekt argumentieren kann, als nächster drankommt.

Das Aurelium soll der kulturelle und architektonische Glanzpunkt werden und bleiben. Die dafür ausgegebenen fast zehn Millionen fehlen aber auch für dringende Investitionen bis 2020.

Veröffentlicht am 25.02.2017

 

Kommunalpolitik Kinderhaus in Lappersdorf

Zwei Jahre politisch blockiert. Jetzt brennt es.

Die Lage

Unsere Hauskindergärten sind übervoll und zu siebengruppigen Mammut-kindergärten angewachsen. Leitungen und Personal arbeiten schon lange am Limit. Die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen hält unvermindert an, steigt sogar. Das Landratsamt hat diesen Zustand lange geduldet, ließ sich jetzt aber nicht mehr vertrösten und forderte vom Markt Lappersdorf, für die nötigen Kinderbetreuungsplätze zu sorgen. Der Marktrat hat zu Jahresbeginn 2016 beschlossen, ein Kinderhaus für zwei Kindergarten- und zwei Krippen-gruppen zu bauen - auf dem Grünstreifen nördlich des TSV-Sportzentrums und nach Rücksprache mit der Regierung über die Fördermöglichkeiten. Dieses neue Kinderhaus wird aber erst 2017 fertiggestellt. Bis dahin müssen Kinder wohl in Containern betreut werden.

Die Vorgeschichte                                                     

Seit gut zwei Jahrzehnten kämpft die SPD-Fraktion im Marktrat für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtung. Sie begründet dies mit dem ständig wachsenden Bedarf durch die Zuzüge junger Familien und berufstätiger Eltern. Der Ausbau von Kinderbetreuungsstätten sollte demnach eine erstrangige kommunale Pflichtaufgabe sein. Die CSU Fraktion und Teile der Freien Wähler warnen dagegen mantraartig vor den möglichen Kosten, setzten den sozialpolitischen Pflichtaufgaben finanzpolitische Prioritäten entgegen. Prinzipiell abgelehnt wurde deshalb 2001 der SPD-Vorschlag nach einem Kindergarten in Lorenzen, ebenso wie Anregungen der SPD bei Baugebiets-ausweisungen ausreichend Kinderbetreuungsplätze einzuplanen. Grundsätzliche Unterstützung bekam diese Ablehnungsfront von den Pfarreien, die ihr Monopol bei den Kinderbetreuungseinrichtungen gefährdet sehen. Jetzt wird zugegeben, dass das Bischöfliche Ordinariat keine weiteren Gruppen mehr zulässt. Die Lappersdorfer Eltern und Kinder brauchen aber neue Gruppen und damit neue Einrichtungen. Die jahrelangen Schutzbehauptungen, die Prognosen über steigende Kinderzahlen seien falsch und man könne genügend zusätzliche Plätze in den kirchlichen Kindergärten schaffen, erweisen sich angesichts der tatsächlichen Entwicklung als (grund)falsch.

Die SPD hat die Realität richtig eingeschätzt, CSU, Pfarreien und Teile der Freien Wähler dagegen haben den weiteren Ausbau der Kinderbetreuungs-einrichtungen blockiert und das neue Kinderhaus fast zwei Jahre verzögert.

Fazit

Lappersdorfer Kinder und Eltern sind die Opfer von realitäts-verweigernden Konservativen im Marktrat geworden. Jetzt müssen auch Container als Übergangslösung ins Auge gefasst werden.
Aber - das Kinderhaus kommt. Spätestens  2017 !!!

Veröffentlicht am 29.04.2016

 

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