Willkommen auf unserer Homepage!

Es freut uns, dass Sie sich für unsere Ansichten, unsere Arbeit und unsere Ziele interessieren. Die SPD-Ortsvereine Lappersdorf, Hainsacker und Kareth wurden im Jahr 1919 gegründet. Ihre  Mitglieder und Vertreter in der Kommunalpolitik haben sich seitdem für die Verbesserung der Lebensverhältnisse, für  Familien und für die Schwächeren in unserer Heimatgemeinde eingesetzt.

Auch heute bemühen wir uns, unser kommunalpolitisches Handeln  an den sozialdemokratischen Grundsätzen Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu orientieren. Wir werden weiterhin für  mehr Demokratie, Transparenz und soziale Gerechtigkeit in Lappersdorf  kämpfen. Helfen Sie uns!

Dazu brauchen wir den Dialog mit Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihren Anregungen und Ihrer Kritik. Nehmen sie Kontakt mit den Ortsvereinsvorsitzenden, den Mandatsträgern und Mitgliedern auf! Wir würden uns sehr freuen!

 
 

Topartikel Kommunalpolitik Dorfplatz von Hainsacker wird bebaut

Dörfliche Identität gefährdet.

Die Situation
 

Der alte Bebauungsplan für die Ortsmitte in Hainsacker wurde im beschleunigten Verfahren ohne Umweltverträglichkeitsprüfung geändert. Der Antrag des Lappersdorfer Investors wurde im Marktrat ohne längere Diskussion mit Mehrheit genehmigt.

Der Platz zwischen der Gaststätte Prößl und der Apotheke soll mit 36 Eigentumswohnungen und Tiefgaragen bebaut werden. Die Familie Prößl will im westlichen Teil (ihres) Grundstücks später ein Gäste- bzw. Wohnhaus mit 14 kleineren Wohnungen sowie Tiefgaragen errichten. Acht öffentliche Parkplätze sollen bleiben. Wegfallen sollen die Bus-Bucht und die Bus-Wende an der Kreisstraße.

Städtische Verdichtung statt Dorf-Identität?

Für viele Menschen von Hainsacker ist der Dorfplatz der Gaststätte Prößl untrennbar mit ihrer heimatlichen Identität verbunden, ihre Festkultur war nur dort denkbar.

Bewahrt so lange wie möglich dem schönen preisgekrönten Dorf Hainsacker seine Identität und seinen ländlichen Charme“.

So appellierte MdL Xaver Wolf an seine Hainsackerer und seine SPD.

Auch moderne Städteplaner sehen das so. Im “gesamtörtlichen Entwicklungskonzept Lappersdorf 2025“ des Städteplaners Bernhard Bartsch steht über Hainsacker:

„Die Gesamtgröße des Ortes verdient es, im zentralen Bereich als platzartige Aufwertung eine Identitätssteigerung zu erfahren. Eine raumbildende Bebauung wäre anzustreben.“

50 000 € hat der Markt/Steuerzahler für dieses Konzept ausgegeben. Um es jetzt weg-zudenken, weil es einer schnellen baulichen Lösung im Weg steht?

Probleme und Lösungen

Der Bedarf an neuen Wohnungen ist auch in Hainsacker groß. Ein erfolgversprechendes  Konzept der Familie Prößl kommt der Dorfgemeinde zu Gute.

Aber: Der Platz darf als öffentlicher Raum nicht ganz wegfallen. Auch Hainsacker braucht eine Mitte. Und die Verkehrssicherheit hat absoluten Vorrang vor privatem Gewinn.

Über den geplanten Wegfall der Bus-Bucht darf im Sinne der Verkehrssicherheit nicht diskutiert werden. Fahrgäste, Schüler vor allem, warten dann an der stark befahrenen Kreisstraße ohne Stauraum auf den Bus. Die stark frequentierte Haltestelle an der vielbefahrenen Kreisstraße kann zu Rückstaus bis zum Schulberg führen und querende Fußgänger oder Radfahrer gefährden.

Bebauen und den Ortskern erhalten?

Das ist möglich wenn: der Investor in Anlehnung an das Entwicklungskonzept die Baulinie an der Kreisstraße zurückversetzt und eine platzartige Gestaltung zulässt.

Oder-wenn die Marktgemeinde das Gelände für Bus-Bucht, Bus-Wende vom Landkreis kauft, selbst noch ein Stück dazu erwirbt und den Bebauungsplan verantwortungsbewusst mitentwickelt.

Fehlende öffentliche Parkplätze

Bei Veranstaltungen werden die Parkplätze fehlen. Umliegende Seitenstraßen werden zugeparkt werden. Individuelle Lösungen? Ein öffentliches Parkhaus???

Sondersitzung verweigert – SPD gegen Aufstellungsbeschluss

Um die Bürgerschaft besser in den Entscheidungsfindungsprozess einzubinden, hat die SPD in der Marktratssitzung am 19. Mai eine Sondersitzung des Marktrats zum Thema Bebauungsplan Ortsmitte Hainsacker vorgeschlagen. Nachdem Bürgermeister und alle Fraktionen dies ablehnten und auch keine Notwendigkeit für eine platzartige Gestaltung gesehen wurde, konnte die SPD den Aufstellungsbeschluss Hainsacker–Mitte in der vorgelegten Version nicht mittragen.

Wie geht es weiter?

Bis zum 10. Juli wird der Bebauungsplan öffentlich im Rathaus ausgelegt. Dort kann man sich informieren und kann sich äußern. Man muss sich dazu anmelden unter 830 000-44.

Deshalb müssen die Bürgerinnen und Bürger aktiv werden, mehr Information und öffentliche Diskussion einfordern.

Die Öffentlichkeit, der Investor und die Familie Prößl werden davon profitieren.

 

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Kontakte:

Homepage www.SPD-lappersdorf.de

Vorsitzender des SPD Ortsvereins Hainsacker

und Marktrat Harald Baier

 baier-harald@web.de  Tel. 82003

Marktrat Stefan Königsberger

stefan.koenigsberger@gmx.de  Tel. 84764

Fraktionsvors. der SPD.im Marktrat

katja.stegbauer@googlemail.com   Tel. 0176 92165504

Veröffentlicht am 16.06.2020

 

Kommunalpolitik Angerostete Eisen in grünen Blühstreifen

Voller Neid blickt das politische Regensburg in seinen nördlichen Vorort, nach Lappersdorf.

Die politischen Machtverhältnisse ergaben sich dort, man kann sagen, von selbst und erforderten keine stundenlangen Verhandlungen in bunten Konstellationen: Von den Grünen ummantelt bestimmt die Gruppe der Freien Wähler für die nächsten sechs Jahre die Kommunalpolitik in Lappersdorf.

Die konstituierende Sitzung vom 4. Mai war dafür die Generalprobe.

Bürgermeister und Verwaltung wiesen die künftigen Fraktionssprecher in einer Vorbesprechung in die konstituierende Sitzung ein:

1. Die (alte) Geschäftsordnung als neue nach Verwaltungsvorlage beschließen.

2.Für einen harmonischen und feierlichen Ablauf sorgen.

So wie immer also.

Die SPD-Fraktion trat hier etwas aus der Reihe. Ihr Dringlichkeitsantrag zur Änderung der Geschäftsordnung wurde vom Bürgermeister und den anderen Fraktionen in die nächste Sitzung vertagt, Diskussionen über die neue Geschäftsordnung sollten die Feierlichkeiten nicht stören.

Zentrale Aufgabe in der konstituierenden Sitzung waren die Wahlen der stellvertretenden BürgermeisterInnen. Diese erwiesen sich als gelungene Generalprobe der neuen Koalition:

FW und GRÜNE haben sich im Vorfeld auf Jan Kirchberger als 2. und
Dr. Doris Schmack als 3. Bürgermeisterin verständigt. Mit 15:10 Stimmen setzten sie sich erwartungsgemäß durch.

Um den Posten der 2. Bürgermeisterin bewarb sich aus unserer Fraktion auch Katja Stegbauer. Warum? Weil sich unserer Ansicht nach Herr Kirchberger im Juni 2018 als damaliger 3. Bürgermeister nicht gegen den Auftritt der AfD im Aurelium positionierte. Im Gegenteil: Mit seiner Begründung, die AfD sei eine gewählte Partei wie jede andere, verkannte er diese rechtsradikale Bewegung in ihrer Gefahr. Auch seine Schlussfolgerung, dann eben jeder politischen Partei den Zugang zum Aurelium zu verbieten, war in den Augen der Lappersdorfer SPD nicht demokratisch zu Ende gedacht.

Als jetzt gewählter 2. Bürgermeister der Marktgemeinde hoffen wir, dass er bei ähnlichen Aktionen anders handelt und wir wünschen ihm ein glückliches Händchen!

Für das Amt des 3. Bürgermeisters kandidierte unser langjähriger Marktrat Harald Baier – auch deshalb, um den großen Ortsteil Hainsacker in den höchsten Ämtern der Kommune abzubilden. Mit Baiers Kompetenz rund um die Themen SeniorInnen und Soziales hätte man damit einen wasch-echten Sozialbürgermeister installieren können. Dass er dabei sogar alle CSU-Stimmen gewinnen konnte, verstehen wir als Würdigung seiner Person und bedanken uns dafür recht herzlich!

Auch wenn wir uns mit unseren Personalvorschlägen nicht durchsetzen konnten, wünscht die Lappersdorfer SPD den beiden neu gewählten stellvertretenden Bürgermeister*innen für die folgenden sechs Jahre stets einen guten Überblick und das beste Geschick.

Aber nur klagen hilft nicht.

Vor über 100 Jahren waren es (Groß-)Bauern und Selbständige, die die vordemokratische Kommunalpolitik bestimmten. Sie bilden heute noch das Gerüst der FW. Das ist so und es ist gut so. Aber in einem demokratisch gewählten Marktgemeinderat hat ihr Anspruch Rost angesetzt. Ein grüner Blühwiesenstreifen ist da zu wenig.

Da muss die SPD schon mit anpacken. Manchmal vielleicht auch zusammen mit der CSU.

 

Alles auf Anfang?

Die SPD in Lappersdorf nach der Kommunalwahl 2020
 

Drei statt bisher vier Sitze für die SPD im Lappersdorfer Marktrat. Und das nach einem ernsthaft und engagiert geführten Wahlkampf mit Katja Stegbauer an der Spitze. 16,92 % der Stimmen hat sie erreicht. 13,59 die Wahlliste der SPD. Dieses Ergebnis ist ernüchternd - entspricht aber auch den Zustimmungswerten der SPD im Bund und in Bayern. Und es entspricht dem langjährigen Abwärtstrend der Volksparteien. In Lappersdorf wurden CSU und SPD abgestraft. Die CSU noch schlimmer als die SPD. Bereits vor sechs Jahren verlor sie knapp ihre 66 Jahre alte absolute Mehrheit, jetzt hat sie noch 7 von 24 Sitzen.

Die Freien Wähler haben mit plakativen Aussagen und populären Slogans 10 Sitze erreicht, die Grünen aus dem Stand heraus mit 4 Sitzen ihren Stimmenanteil verdoppelt.

War die SPD zu naiv? Zu „kopfig“? Zu brav?

Die SPD wurde mit Sicherheit für ihre kompetente Sacharbeit in der Gestaltungsmehrheit mit den Freien Wählern, der Bürgerliste und den Grünen nicht belohnt. Die erfolgreiche Arbeit des 2. Bürgermeisters Stefan Königsberger, das effektive Koordinieren der „bunten Koalition“ und die wichtigen sozialen Initiativen und Projekte der SPD mit Kreisrätin und Fraktionssprecherin Barbara Rappl wurden als selbstverständlich angenommen. Ebenso wie der wirkungsvolle Einsatz von Beppi Schmidmeister und Harald Baier in der Jugend- und Seniorenarbeit.

Gewiss, mit Barbara Rappl und Beppi Schmidmeister sind zwei bekannte politische Schwergewichte in den Ruhestand gegangen, die jahrzehntelang das Gesicht der SPD geprägt haben. Sie haben aber auch für den Generationswechsel gesorgt, haben den Stab an Katja Stegbauer und Dr. Carolin Wagner übergeben. Besser geht´s eigentlich nicht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ja gleichzeitig mit Daniela Herbrecher, Sabrina Schmidmeister, Jürgen Krall, Christof Latscha engagierte Mitglieder Organisation und Führung in den Ortsvereinen übernommen haben.

Sie haben erfolgreich die SPD als politischen Ortsverein im Aurelium, auf dem Festplatz in Hainsacker und im Pfarrheim Lappersorf präsentiert. Das war alles gut und richtig. Nur die Wahlbevölkerung hat das in ihrer Mehrheit (wohl) nicht so richtig mitbekommen oder es nicht für so wichtig eingeschätzt.

Bevor Wehleidigkeit oder Wählerbeschimpfung den Blick trüben, ist festzuhalten:

  1. Von den drei Ortsvereinen fand in Lappersdorf und Kareth ein (fast) kompletter Generationswechsel statt. Der Wahlbevölkerung sind die „Neuen“ noch zu wenig bekannt.
  2. Der Zusammenhalt zwischen den drei Ortsvereinen ist überragend. Die Organisation bei gemeinsamen Veranstaltungen professionell und eingespielt.
  3. Die „Alten“ in Hainsacker, Lappersdorf und Kareth geben ihre Erfahrungen weiter und arbeiten mit den „Jungen“ zusammen.

Fazit:  Bei diesen Voraussetzungen muss es heißen:

  • Einmal durchschnaufen.
  • Einsehen, dass Politik machen das Bohren dicker Bretter ist.
  • Markträte und Partei zusammenarbeiten müssen.
  • Die Kommunalpolitik transparent bleiben muss.
  • Und  die Bevölkerung miteinbezogen werden muss.

Lappersdorf braucht die SPD. Jetzt erst recht!

Veröffentlicht am 12.05.2020

 

Verkehr GESCHAFFT

ÖPNV: Auch Kareth und Oppersdorf haben 20 Minuten Takt

Barbara Rappl und ihre Lappersdorfer SPD haben es geschafft: Nach 20 Jahren hartnäckigem Einsatz hat ganz Lappersdorf im Öffentlichen Personennahverkehr von und nach Regensburg einen 20-Minuten Takt. Dies gilt jetzt auch für Oppersdorf und Kareth durch die neu eingerichtete Linie 117. Die Linie 14 fährt jetzt auch am Sonntag. Bis 23 Uhr erweitert wird von Montag bis Freitag das Fahrtenangebot der Linien 14 und 17. Vor-und nachmittags  fährt außerdem die Linie 142 nach Regenstauf.

Wie bisher fährt die Linie 13 im 20-Minuten-Takt die Strecke Hainsacker -Lorenzen-Lappersdorf und die Linie 17 im Stundentakt.

Die neue Linie 117 startet in Rodau, fährt beim Cafe Hahn die Oppersdorfer Straße nach Oppersdorf – Kareth – Stadtamhof – Donau-Einkaufszentrum – Stobäusplatz - Hauptbahnhof.  Stadtamhof wird wie bisher von der Linie 17 und von der neuen Linie 117 angefahren.

Der RVV plant, die 117  zu verlängern und in Oppersdorf/Einhausen wenden zu lassen. Trotz zweijährigem Drängen durch Barbara Rappl konnten Bürgermeister und Verwaltung bisher keinen Wendeplatz erstellen lassen. Der öffentliche Druck muss verstärkt werden.

Dies bedeutet: Von Montag bis Freitag fährt von allen Gemeindeteilen alle 20 Minuten ein Bus in die Stadt. Wir werden mobiler und schützen unser Klima.

Leider werden die neuen Fahrplanhefte für die Linien 13,14,15,17,117 und 142 erst Mitte März an alle Haushalte in Lappersdorf und Wolfsegg verteilt. Der Fahrplan gilt aber schon seit 1.Februar.

Bei Fragen und Auskünften zu Tarif, Fahrplan und ABO oder JOB-Ticket, steht Ihnen das RVV-Kundenzentrum gerne telefonisch oder persönlich zur Verfügung.

RVV-Kundenzentrum

Hemauerstraße 1, Regensburg

Telefon 0941 601 28 75

Mo –Fr von 8.00 bis 18.00Uhr

In Lappersdorf können Sie RVV-Tickets im Vorverkauf  bei Schreibwaren Skribo, Regensburger Str.4 und bei Schreibwaren Ulrich in Kareth (Netto) erwerben.

Wir haben aus diesem neuen Fahrplanheft  schon mal Haltestellenfahrpläne für Kareth und Oppersdorf zusammengestellt   *keine Garantie

 

Mobil Lappersdorf und Regensburg erleben

 

Von Lappersdorf  nach Regensburg (Montag bis Freitag)

Von Kareth (Pfälzer Weg)     zu- zum-  nach-           Von Oppersdorf(Mitte)

Linie 14/ 17/117                    Hauptbahnhof                                    Linie 14/17/117

Linie 14/17/117                     Donau-Einkaufs-Zentrum                 Linie 14/17/117

Linie 14/17/117                     Dachauplatz/Altstadt                        Linie 14/17/117

Linie 17/ 117                          Stadtamhof/Altstadt                          Linie 17/117

Linie 17/117                           Lappersdorf (Oppersdorfer Str.)       Linie 117

 

             Von Regensburg nach Lappersdorf

Nach Kareth(Pfälzer Weg)      nach Oppersdorf(Mitte)

Linie 14/ 17/117                Hauptbahnhof                    Linie 14/17/117

Linie 14/ 17/117             Donau-Einkaufs-Zentrum    Linie 14/117/ (17(Opp.Süd)

Linie 17/117                       Dachauplatz/Altstadt         Linie 117/17 (Opp.Süd)

 Linie 17/117                       Stadtamhof/Altstadt         Linie 117/17)/Süd)

 

Öffentlich mobil in Lappersdorf

Von                                                nach                   mit Linie

Kaulhausen/Hainsacker/Opppersdorf           TSV Kareth/Lappersdorf               14

Oppersdorf                                                                                                             14, 117

Rodau/Pielmühle/Lappersdorf                                                                                 117

Hoher Sand                                                                                                                     17
 

Kaulhausen/Hainsacker/Opppersdorf           Gymnasium Lappersdorf              14

Oppersdorf/Einhausen                                                                                        14, 117

Rodau/Pielmühle/Lappersdorf/(Hoher Sand)                                              117,(17)
 

Kaulhausen/Hainsacker/Opppersdorf          KURSANA Pflegeheim                    14

Oppersdorf/Einhausen                                                                                        14, 117

Rodau/Pielmühle/Lappersdorf                                                                                117

Hoher Sand                                                                                                                     17
 

Kaulhausen/Hainsacker/Opppersdorf          Friedhof Schwerdnermühle          14

Oppersdorf/Einhausen                                                                                        14, 117

Rodau/Pielmühle/Lappersdorf                                                                                117

Hoher Sand                                                                                                                    17

Kareth                                                                                                              14, 17, 117
 

Kaulhausen/Hainsacker                                    DorfheimOppersdorf                   14

Kareth                                                                                                                    14, 117

Rodau/Pielmühle/Lappersdorf                                                                              117
 

Einhausen/ Oppersdorf                                     Aurelium                                     117

Kareth                                                                                                                 117/(17)
 

Einhausen/Oppersdorf                                      Rathaus  Lappersdorf               117

Kareth                                                                                                                         117
 

Einhausen/Oppersdorf                                 Ärzte/Apotheke Lappersdorf      117

Kareth                                                                                                                         117
 

Einhausen/Oppersdorf                                    Post Lappersdorf                        117

Kareth                                                                                                                        117
 

Einhausen/ Oppersdof                                  Pfarrei Lappersdorf kath.           117

Kareth                                                                                                                        117
 

Einhausen/Oppersdorf                                  Pfarrei Lappersdorf ev.               117

Kareth                                                                                                                        117
 

Einhausen/Oppersdorf                                  Einkaufen Lappersdorf               117

Einhausen/Oppersdorf                                  Einkaufen Kareth                  14, 117

Einhausen/Oppersdorf/Kareth                    Einkaufen Regenstauf                142

 

 

Veröffentlicht am 29.02.2020

 

Kommunalpolitik Bericht aus dem Marktrat vom 21.01.2020

Die Koalition hat einen ehrgeizigen und soliden Haushalt mehrheitlich beschlossen. Einzig die CSU-Fraktion hat den Haushalt abgelehnt. Hierzu ein Kommentar von Jürgen Krall.

Hier kurz der Überblick in Zahlen:
Gesamtvolumen: 36,3 Mio. €
davon:
Verwaltungshaushalt: 25,5 Mio. €
Vermögenshaushalt: 10,8 Mio. €
Kreditaufnahme: 4,6 Mio. €

Der Kämmerer erläuterte hierzu, dass im Gegensatz zu den hohen Einkommens-steuereinnahmen die Gewerbesteuer nur gering ist. Seine Empfehlung diesbezüglich wäre eine Ausweisung von Gewerbeflächen. In der Diskussion wurde hierzu angemerkt, dass eine Gewerbeansiedlung wegen der Verkehrsanbindung und der Topografie des Gemeindegebiets nur sehr schwer möglich sei. Außerdem kompensiere die Schlüsselzuweisung des Freistaates teilweise die schwache Gewerbesteuer.
Alle Fraktionen (außer der CSU) sind mit der Haushaltssatzung sehr zufrieden. Die Bürgergruppe hat sich mit einer literarisch angehauchten, aber dennoch sachlichen Rede aus der Kommunalpolitik in Lappersdorf verabschiedet. Unsere Barbara Rappl hat ihre 24. Haushaltsrede in Folge viel Lob und natürlich auch einige Kritikpunkte vorgebracht.

Haushaltsrede der SPD im Lappersdorfer  Marktrat

Haushalt 2020 – es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen,

um es gleich vorweg zu nehmen: Die SPD lobt den Kämmerer für seine gute und ambitionierte Arbeit. Die SPD stimmt dem Haushalt 2020 zu weil damit wichtige Projekte auf den Weg gebracht werden.

Einkommenssteuer wieder eine verlässliche Einnahmequelle.

Die erfreulichste und verlässlichste Einnahme im Verwaltungshaushalt ist, wie jedes Jahr der Anteil aus der Einkommenssteuer, der heuer auf 10,75 Mio. Euro angestiegen ist. Die Gewerbesteuereinnahmen haben sich in Lappersdorf in den letzten Jahren um die zwei Mio. Euro eingependelt. Es wäre natürlich höchste Zeit, benötigte Erweiterungsflächen für unsere ortsansässigen Betriebe und Existenzgründer in verträglichem Maße auszuweisen - auch um den einen oder anderen Gewerbebetrieb in der Gemeinde zu halten. Das wäre ein Stück praktizierte kommunale Wirtschaftsförderung ohne gleich von großen Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer zu träumen. Wegen der fehlenden verkehrlichen Infrastruktur und der topografischen Lage ist Lappersdorf nicht für die Ansiedlung großer Betriebe geeignet. Das wollen wir auch nicht.

Gestiegene Einnahmen, steigende Ausgaben, steigende Unterhaltskosten

Ja wir haben gestiegene Einnahmen und gleichzeitig einen Anstieg bei den Ausgaben, Pflichtaufgaben und Unterhaltskosten – z. B. Kreisumlage Kinderbetreuung, Straßenunterhalt usw. Auf der Ausgabenseite schlagen vor allem die Personalkosten mit 7,4 Mio. € oder 29% des Verwaltungshaushalts zu Buche. Man muss ehrlicherweise sagen, dass die Personalkostensteigerungen nicht nur in der Kinderbetreuung und hinzugekommenem Einrichtungen wie das Kinderhaus oder im Aurelium entstanden sind. Sie treffen ebenso auf die Verwaltung und den Bauhof zu. Diese Entwicklung wird von uns nicht kritisiert, wohl aber im Auge behalten.

Trotz gestiegener Ausgaben müssen wir die Steuerhebesätze nicht erhöhen, können die freiwilligen Leistungen an Vereine und Institutionen beibehalten, was für unser Gemeinwesen wichtig ist, und können trotzdem noch 2,8 Mio. Euro dem Vermögenshaushalt zuführen. Eine zufriedenstellende Summe.

Diese Zuführung und Kreditaufnahmen von 4,6 Mio. Euro in 2020 werden die notwendigen und beschlossenen Investitionen in die Infrastruktur ermöglichen. Wir schließen heuer begonnene Projekte ab und investieren alleine in das Baugebiet Lorenzen 2,7 Mio. Euro. - ein durchlaufender Posten, da das Geld beim Verkauf an bauwillige Familien wieder später hereinkommt. Wir sanieren die Mittelschule, die Sporthalle in Hainsacker, die Bücherei, abschnittweise unsere Abwasseranlagen, stellen den Kinderhort an der Schule Kareth fertig und schultern finanziell die TSV- Halle. Wir tätigen größere Anschaffungen für den Bauhof, die Feuerwehren, bringen das Feuerwehrhaus Kareth auf den Weg, beteiligen uns am Vereinsheim in Lorenzen und machen endlich die Skateranlage für die Jugend wieder nutzbar. 

Fazit: Diese Investitionen sichern und unsere Infrastruktur, unsere Zukunft.  Kreditaufnahmen geschehen deshalb aus sozialer und politischer Verantwortung.

Die CSU beklagt die Verschuldung. Sie hat in den Letzten Jahren die Aufstockung der Schule in Hainsacker, das Kinderhaus in der Pfeiffing, den Kinderhort an der Karether Schule abgelehnt. Wo bleibt die soziale Verantwortung der CSU?

Vernünftige Lösung der Rathausproblematik

Dank der jahrlangen konsequenten Haltung der SPD gegen ein neues Rathaus und letztlich ein Umdenken mancher Befürworter in diesem Gremium ist der Traum von einem neuen Rathaus hoffentlich weit zurückgestellt. Schließlich kann heuer mit 850 000 Euro das bestehende Rathaus in Sachen Brandschutz und EDV so ertüchtigt werden, dass es noch lange seinen Zweck bestens erfüllen wird. Die weiteren eingeplanten 6 Mio. Euro in der mittelfristigen Finanzplanung können somit für vordringlichere Projekte umgeschichtet werden.

Als langgediente Markträtin erlaube ich mir bei meiner 24. Haushaltsrede in Folge über Perspektiven zu sprechen und einige Vorgänge die mir nicht gefallen, anzusprechen

Wir haben erwähnt, dass die SPD die Personalkosten nicht kritisieren will. Der Brandbrief der Verwaltung, in dem akribisch aufgelistet ist was in der Bauabteilung beim Tiefbau alles nicht geht, befremdet etwas. Lieber hört man doch, was alles gehen muss. Betroffen von eventuellen Engpässen im Tiefbau ist doch nicht die gesamte Verwaltung. Ich habe auch kein Verständnis dafür, dass so mache Marktratsbeschlüsse auf ihre Umsetzung warten:  Z.B. der Buswendeplatz für die neue RVV-Linie nördlich von Oppersdorf oder der Bebauungsplan Lappersdorf Stachus. Nimmt man etwa billigend in Kauf, dass der Kläger gegen die Veränderungssperre mangels ersichtlichem gemeindlichem Interesse an einem Bebauungsplan vor Gericht recht bekommt und seinen Wünschen entsprechend bauen darf.  Dann hätte die Verwaltung zwar eine Arbeit weniger, zum Nachteil für die innerörtliche Entwicklung.

Die Kindergartenproblematik sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die Kirche wird nur noch 6 Gruppen in Trägerschaft haben, bestimmt nicht in den Kindergärten Lappersdorf und Kareth gleichzeitig. Warten wir bis uns die Kirche vielleicht den Kauf oder einen Mietvertrag für einen der beiden Kindergärten anbietet? Oder ist es nicht wirtschaftlicher einen eigenen Kindergarten zu bauen mit derzeit hohen staatlichen Zuschüssen, die es im Kindergarten und auch Schulbereich aktuell gibt. Das Kindergartenproblem kommt früher oder später auch auf den 7 gruppigen Kindergarten in Hainsacker zu. Statt JuFa- Ausschusssitzungen abzusagen, könnten wir gemeinsam diese Thematik durchdiskutieren und ev. Varianten entwickeln. Der neue Marktrat, der vielleicht schneller als erwartet Entscheidungen treffen muss, wäre wahrscheinlich für diese Vorarbeit dankbar.

Ganz zu schweigen von der Ganztagsgarantie, die Ministerpräsident Söder den Grundschuleltern bis 2025 versprochen hat. Auch das wird dem neuen Marktrat auf die Füße fallen, wenn unsere Grundschulen dann immer mehr Platzprobleme bekommen.

Meine Sorge ist, dass Lappersdorf moderne und notwendige Infrastruktur-Entwicklungen in verschiedenen Bereichen ev. auch bei der Lappersdofer Ortsdurchfahrt, zu lange vor sich herschiebt und dafür vorgesehene Mittel aus den derzeit prall gefüllten Bundes und staatlichen Fördertöpfen verschenkt.

Ich danke für die Aufmerksamkeit. Die Zustimmung zum Haushalt ist bereits erfolgt.

 

CSU hat Kernaufgaben der Gemeinde für sich entdeckt!

aus dem Marktrat vom 21.01.2020
 

Ein Kommentar von Jürgen Krall, Architekt (SPD-Liste Platz 6):
 

Wir stecken mitten im Kommunalwahlkampf und wie jedes Jahr im Januar ist der Hauptpunkt der Marktratssitzung, die Verabschiedung des kommenden Haushaltsjahres. Der Kämmerer stellt den Plan in allen Details vor und beantwortet ggf. Fragen. Soweit – so gut, aber es ist Wahlkampf und Parteipolitik geht nun mal vor Gemeindepolitik, so zumindest den hatte man diesen Eindruck bei der CSU Haushaltsrede, die natürlich den Haushaltsplan als einzige Fraktion ablehnte.
Aus diesem Grund konzentriere ich mich auf den Inhalt dieser Rede und erlaube mir diese zu kommentieren. Im Gegensatz zu den anderen Fraktionen konzentrierte man sich bei der CSU auf inhaltsschwache Phrasen. Hier ein paar Auszüge:

„Man habe kein Einnahme- sondern ein Ausgabeproblem“

„Enorme Neuverschuldung“

„Im Vergleich zu 2014, damals hatte man keine Schulden und dafür noch Rücklagen“

„Über die Verhältnisse gelebt!“

Diese, in der Öffentlichkeit mantramäßig wiederholten „Halb Fakten“ scheinen die Christsozialen langsam tatsächlich zu glauben! Fakt ist, dass bis 2014 die CSU die Mehrheit im Marktrat hatte und jahrelang auf das Großprojekt „Aurelium und neue Mitte“ gespart hatten. Auf Kosten von Pflichtaufgaben wurden damals Rücklagen gebildet, auf welche diese Fraktion sich immer wieder beruft. Das Aurelium wurde damals noch zu Zeiten der CSU-Mehrheit genehmigt und damit wurden finanzielle Tatsachen auf Jahre hinaus geschaffen. Als es 2014 zum „Machtwechsel“ im Rathaus kam, musste der nachfolgende Bürgermeister mit seinem Zusammenschluss aus Freien Wählern, Bürgerliste, B90 / Grüne und unserer SPD den Scherbenhaufen zusammenkehren. Mit diesen „sogenannten Rücklagen“ musste das Aurelium gebaut werden, das, wie wir alle wissen, nur halb fertig geplant war, um die Gesamtkosten zu verschleiern! Denn das Projekt Aurelium hatte kein Nutzungskonzept und vor allem keinen Plan wie es sich künftig finanzieren sollte. Die Kosten für den Unterhalt und den Betrieb des Gebäudes hatte die CSU völlig ignoriert. So stiegen die Kosten von ursprünglich 3,2 Mio. € auf ca. 13 Mio. €. Alles in allem hat das Aurelium die 10 Mio. € Grenze locker gekappt. Wir erinnern uns, die 10 Mio. € hatte unser verstorbener SPD-Marktrat Hans-Günter Streiff bereits 2015 in den Raum gestellt und wurde seinerzeit dafür angefeindet!

Soviel zur schwierigen Situation des Aureliums, das die aktuell Verantwortlichen im Rathaus trotz des massiven Widerstands der CSU (erst einfädeln, dann Wahl verlieren und dann dagegen sein) geschafft haben in die Spur zu bringen.

Nichtsdestotrotz vergisst die christsoziale Union hierbei, dass sie unter Dollinger einen massiven Investitionsstau hinterlassen hat, indem sie Kernaufgaben der Gemeinde über Jahre vernachlässigt haben. Diese Kernaufgaben wurden für das Projekt Aurelium geschoben oder erst gar nicht angepackt. Hier eine kleine und bestimmt nicht vollständige Auflistung der Maßnahmen, die schon auf Grund von Gesetzen, angepackt werden mussten:

  • Die Kanalsanierung (läuft erst seit dem die CSU nicht mehr das Sagen hat) = Pflichtaufgabe einer Gemeinde, die Schäden haben sich durch das Schieben der Maßnahme vergrößert und durch das Hineinfallen der Maßnahmen in die am Bau herrschende Hochkonjunkturphase der letzten Jahre deutlich verteuert. Man kann hier von bis zu 50% Mehrkosten ausgehen!
  • Kindergärten und KiTa’s (Gesetzlicher Anspruch auf Kinderbetreuung!)
  • Hort Kareth (von der CSU von einer Ausnahmeregelung zu nächsten geschoben)
  • TSV-Sporthalle Kareth
  • Grundschule Hainsacker
  • Sporthalle Hainsacker

Ein weiterer Punkt, den die CSU anprangert: „Zu hohe Personalkosten (seit 2014)“!
Die CSU vergisst (?) im Trubel des Wahlkampfgetöses wohl die, durch „ihr Aurelium“ neu geschaffenen Stellen. Weiter mussten Stellen bei den Kinderbereuungseinrichtungen geschaffen werden. Wenn man keine Kindergärten baut, also seine, vom Gesetzgeber auferlegten Kernaufgaben vernachlässigt, braucht man natürlich weniger Personal.

Einsparpotential sieht die CSU in folgenden Punkten:

„Konzentration auf Kernaufgaben“. Ich denke der Punkt ist geklärt. Schön, dass sich die CSU endlich wieder der Kernaufgaben einer Gemeinde bewusst wird!
„Rechtzeitige Vergaben einleiten“ und „Negativbeispiel Sanierung TSV-Halle“.
Rückblickend aus den Erfahrungen der letzten Jahre, befindet sich die Bauwirtschaft auf einem extrem hohen Preisniveau (+40 % bis zu + 100 %, je nach Gewerk). Firmen sind überlastet und nehmen kaum noch Arbeit an. Die wenigen Firmen, die Angebote (wenn überhaupt) abgeben, tun das, im Bewusstsein der Situation, meist mit sehr hohen Preisen. Die Kostensteigerung bei laufenden Projekten anzuprangern, obwohl man mit Schuld an der bauzeitlichen Verschiebung (Nichtwahrnehmung der Kernaufgaben einer Gemeinde zu Zeiten der CSU Mehrheit) ist, ist unredlich. Schließlich hat die CSU durch ihre Versäumnisse diese Mehrkosten verursacht. Wären Projekte rechtzeitig, also vor 2014 angepackt worden, hätte das der Gemeinde sehr viel Geld gespart! Siehe hierzu auch einfach den Baukostenindex, der diese Kostensteigerungen eindeutig belegt.

Abschließend

Parteipolitik, und nur so war diese Haushaltsrede der C“s“U zu verstehen, hat in der Kommunalpolitik nichts verloren. Es muss um die Sache gehen und mehr nicht. Man muss wirtschaftlich, zukunftsorientiert mit sozialem Augenmaß eine Gemeinde leiten und steuern. In den letzten sechs Jahren wurde sehr viel umgesetzt. Der überwiegende Teil waren eben lang aufgeschobene Pflichtaufgaben. Der neue Haushaltsplan setzt die gute Arbeit der Koalition fort. Es wäre falsch zu Zeiten von Strafzinsen auf Vermögen (Rücklagen gehören dazu) und einer schleichenden Geldentwertung auf Sparvermögen nicht zu investieren. Eine Kreditaufnahme wie sie derzeit geplant ist, ist nicht ungewöhnlich, auch nicht überproportional, sondern mit Augenmaß geplant. Teilweise werden z.B. die Grundstückskäufe für neu auszuweisendes Bauland damit zwischenfinanziert. Dieses Geld fließt bei Verkauf der Baugrundstücke wieder zurück in den Haushalt.

Ein kleiner Ausflug in die Historie der Kostenentwicklung des Dollinger Prestige-Projekts Aurelium:

2012: 3,2 Mio. € Schätzkosten - Baubeginn

2013: 5,0 Mio. € Verursacht durch enorme Schwierigkeiten bei der Gründung im ehemaligen Flussbett des Regen, trotz Wegfall des Kellers, 2 Mio. € Mehrkosten! Bodengutachten = Fehlanzeige?

2014: Kommunalwahl

27.04.2016: Eröffnung des Aureliums

2017: Bisherigen Kosten: 8,98 Mio. €

In dieser Summe nicht mit dabei (Zahlen sind eigene Schätzungen):

Die Außenanlagen inkl. Parkplätze (+ 1 Mio. €), die Erschließung des Gebäudes (Straße/Wasser/Abwasser/Strom/Telekom) + 1,5 Mio. €, die komplette Innenausstattung (Möbel, Bestuhlung, Thekenanlage, Geschirr, etc…) (ca. + 1 Mio. €) und die Veranstaltungstechnik und fehlende Akustik (ca. + 500.000 €). Weiter wurden von der CSU die jährlichen Fixkosten und der Bauunterhalt „übersehen“.

Zu meiner Person:
Jürgen Krall, 52 J. seit mehr als 20 Jahren Projektleiter beim staatlichen Bauamt. In dieser Funktion hat er täglich mit Projektentwicklungen, Projektplanungen bis hin zur Durchführung und Fertigstellung von Baumaßnahmen des Landes und des Bundes zu tun.
SPD-Liste Platz 6

Veröffentlicht am 23.01.2020

 

Kommunalpolitik Marktratssitzung am 12. November 2019

Themen und Hintergründe:

Bei der Marktratssitzung vom 12. November2019 stand der Finanzplan bis 2023 auf der Tagesordnung. Eine wichtige Weichenstellung für die nächsten Jahre, die hier notwendige Investitionen für die Infrastruktur beschlossen hat. Auffällig war dabei, dass trotz der wichtigen Tagesordnung die Hälfte der CSU-Fraktion fehlte. Zwar entschuldigt und auch andere Fraktionen waren nicht vollzählig, jedoch fehlten dort nur einzelne Personen. Hier aus unserer Sicht die wichtigsten Punkte:

Anfrage der SPD-Fraktion –Künftige Gruppenanzahl in kirchlichen Kindergärten

Auf die schriftliche Anfrage der SPD-Fraktion in der Sitzung des Lappersdorfer Marktrats am 12.11.2019, ob es denn zutreffend sei, dass das Bischöfliche Ordinariat die Anzahl der Kindergartengruppen in der neuen Pfarrgemeinschaft Lappersdorf/Kareth von 14 auf 6 reduzieren will.

Die Antwort der Verwaltung war eindeutig: „Das Bischöfliche Ordinariat hat in der Tat beschlossen, dass nach größeren Umstrukturierungen, Umbaumaßnahmen usw. jede Kirchengemeinde fortan max. 4 Kinderbetreuungs-Gruppen (bei Kirchengemeinschaften plus 2 Gruppen) haben soll. Folglich muss der Markt Lappersdorf die nun wegfallenden Gruppen kompensieren“, so die Antwort der Verwaltung.

Da der Integrationskindergarten in Lappersdorf sanierungsbedürftig ist, ist Eile geboten. Schließlich sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet, für jedes Kind einen Kindergartenplatz sicherzustellen. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, sei es wichtig, dass der Marktrat frühzeitig und umfassend informiert werde, um die nötigen Schritte besonnen und strukturiert einleiten zu können, so die Begründung der SPD-Anfrage. Jetzt wieder zuzuwarten bis das Problem akut wird und zu hoffen, dass die Kirche schon eine Lösung vorschlagen wird, ist nach Meinung der SPD alles andere als vorausschauende Kommunalpolitik.

Im Finanzplan bis zum Jahr 2023 hat der Kämmerer 4 Mio. Euro für die Kindergärten allgemein reserviert. Nach Willen der Freien Wähler sollten jedoch diese 4.Mio. aus dem Finanzplan gestrichen werden. Aus unserer Sicht unverständlich, denn die 4 Mio. Euro werden die zu erwartenden Kosten nicht decken.

Vereinsheim Lorenzen

Nachdem vor Jahren bekannt wurde, dass die Gaststätte Heyder in Lorenzen schließen wird, haben vor allem CSU und Freie Wähler dem SC Lorenzen und den Regental Schützen Hoffnungen gemacht, bei einer Erweiterung und Sanierung des Sportheims auch gleich einen neuen Luftgewehrstand und eine Versammlungsstätte mit Bewirtung für die Dorfgemeinschaft anzustreben. Zur Finanzierung sollten staatliche Förderprogramme abgerufen werden.

Die SPD im Marktrat hat diese „Programme“ im Vorfeld geprüft und den Marktrat darüber informiert, dass diesem Projekt alle Voraussetzungen fehlen, um in ein fördermögliches Programm aufgenommen zu werden. Selbst wenn vollmundige Versprechen von Landespolitikern geäußert wurden, die Entscheidung hierüber trifft die Förderstelle, das Amt für ländliche Entwicklung und das muss sich leider an die Vorschriften halten. In der Märzsitzung 2018 hat die SPD Fraktion deshalb davor gewarnt, bei der Lorenzer Bürgerschaft falsche Versprechungen zu machen.

Obwohl die Fakten bekannt waren, hielt die Verwaltung an ihren Aussagen fest und erläuterte dem Marktrat: „Dass es von Seiten des Amtes für ländliche Entwicklung Zuschüsse gibt für Maßnahmen in Ortsteilen, in denen das letzte vorhandene Wirtshaus geschlossen werden muss. Projekte, die einen Mittelpunkt schaffen, können mit einem Zuschuss von 43% bedacht werden“ (siehe Mitteilungsblatt April 2018). Es ist leider so gekommen, wie die SPD es dargestellt hat: Es gibt keine öffentlichen Mittel für so ein Projekt in Lorenzen. Die vom Markt beauftragten Planungen verschwanden ohne Vorstellung im Marktrat in einer Rathausschublade. Durch die Ignoranz der Verwaltung sind unserer Gemeinde Zeit und Geld für eine verlorene Planung verschwendet worden. Das werden wir zukünftig so nicht mehr hinnehmen.

Aus dieser Lage hat der SC Lorenzen in Eigeninitiative die Sanierungs-und Erweiterungspläne für das Sportheim erstellt (ohne Schießstand), beim Markt Lappersdorf eingereicht und einen Zuschuss beantragt. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf ca. 600.000 Euro. In der Marktratssitzung am  12. November wurde mit zwei Gegenstimmen aus der CSU-Fraktion beschlossen, dass der Markt sich mit 300 000 Euro an den Kosten beteiligt. 600.000 Euro wurden dafür in den Finanzplan eingestellt. Dem SC Lorenzen wird vom Markt ein Kredit von ca. 300.000 Euro gewährt.

Die SPD befürwortet den Zuschuss für die Baumaßnahme des SC-Lorenzen. Schließlich können alle Lorenzer Vereine den neuen Versammlungsraum nutzen. Der 2. Bürgermeister Stefan Königsberger (SPD) machte zudem den Vorschlag, erst alle Gewerke auszuschreiben um genaue Baukosten zu erhalten, um dann die Beteiligung des SC nochmals festzulegen. Die Bauabteilung des Marktes soll die Maßnahme während der Bauphase begleiten, um Kostenmehrungen zu vermeiden. Der Vorschlag von Königsberger ist Bestandteil des Beschlusses.

Die Regental Schützen sind jetzt sicher enttäuscht. Ohne öffentliche Zuschüsse kann aber der Markt Lappersdorf in Lorenzen kein Wirtshaus mit Schießstand bauen. Die Lorenzer Schützen können die Anlage im Dorfheim in Oppersdorf und die von Tell in Hainsacker nutzen. Überall ist eine Gaststätte dabei.

Die Unterbringung vieler Vereine wird uns mittelfristig, aus demografischer Sicht Probleme bereiten. Hier sind Lösungen gefragt. Es ist keine Lösung schweren Entscheidungen, wie die CSU-Fraktion aus dem Weg zu gehen. Wir erinnern, damals bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans (Sondersitzung vom 16.07.2019) war es die CSU-Fraktion, die es scheute Farbe zu bekennen und blieb deshalb auch im großen Block der Sitzung fern.
 

Finanzplan von 2019- 2023

Der Marktrat hat jedes Jahr die Pflicht, einen Finanzplan für fünf Jahre unter dem Gesichtspunkt der Finanzierbarkeit der Pflichtaufgaben und der gewünschten und sinnvollen freiwilligen Zuwendungen für Kirchen, Vereine und Institutionen zu erstellen. Die SPD steht zu den Investitionen in Kindergärten, Schulen, Sanierung der Sporthalle Hainsacker, Erweiterung Sportheim Lorenzen, Feuerwehrgerätehaus in Kareth und natürlich zu den Investitionen in Abwasserbeseitigungsanlagen, sowie in Straßen, Verkehrsberuhigung, ÖPNV und sinnvolle Maßnahmen zur Energieeinsparung.

Erstaunt war die SPD im Marktrat, als sie im Finanzplan die Ansätze:“ Rathaus alt“ und “Rathaus neu oder Sanierung“ erblickte. Unter Rathaus alt waren insgesamt bis zum Jahr 2023 720.000 Euro für EDV, Brandschutz, Klimaanlagen eingestellt. In diesen Punkten stimmen wir zu. Lediglich die zusätzlich 12 Mio. Euro für das Rathaus neu, sehen wir differenzierter. Den Begriff “Rathaus alt“ wollte die SPD-Fraktion nicht einmal auf dem Papier gelten lassen, da es bislang keinen Marktratsbeschluss für ein neues Rathaus gibt. Der Kämmerer musste nach heftigen Diskussionen die 12.Mio. Euro aus dem Finanzplan herausnehmen. In der Diskussion konnte schließlich ein Kompromiss gefunden werden. Jetzt verbleiben noch 6 Mio. Euro für Sanierungen oder Neubau, was noch nicht heißt, dass es ein neues Rathaus geben wird. Darüber hat in den nächsten Jahren der neu gewählte Marktrat zu entscheiden, wenn alle Fakten bekannt sind.

Veröffentlicht am 22.11.2019

 

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