Willkommen auf unserer Homepage!

Es freut uns, dass Sie sich für unsere Ansichten, unsere Arbeit und unsere Ziele interessieren. Die SPD-Ortsvereine Lappersdorf, Hainsacker und Kareth wurden im Jahr 1919 gegründet. Ihre  Mitglieder und Vertreter in der Kommunalpolitik haben sich seitdem für die Verbesserung der Lebensverhältnisse, für  Familien und für die Schwächeren in unserer Heimatgemeinde eingesetzt.

Auch heute bemühen wir uns, unser kommunalpolitisches Handeln  an den sozialdemokratischen Grundsätzen Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu orientieren. Wir werden weiterhin für  mehr Demokratie, Transparenz und soziale Gerechtigkeit in Lappersdorf  kämpfen. Helfen Sie uns!

Dazu brauchen wir den Dialog mit Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihren Anregungen und Ihrer Kritik. Nehmen sie Kontakt mit den Ortsvereinsvorsitzenden, den Mandatsträgern und Mitgliedern auf! Wir würden uns sehr freuen!

 
 

Topartikel Ortsverein Festakt zum 100. Geburtstag

Die SPD Ortsvereine Lappersdorf, Hainsacker und Kareth feiern Jubiläumsjahr

Auf eine bewegte 100-jährige Geschichte kann die SPD im Markt Lappersdorf blicken. Von der Gründung 1919 nach dem ersten Weltkrieg und den Schrecken in der NS-Zeit, in der auch Sozialdemokraten der Marktgemeinde verfolgt und inhaftiert wurden, über den demokratischen Wiederaufbau nach 1945 bis hin zur Entwicklung einer Volkspartei und ihre kommunalpolitische Reformpolitik im Markt Lappersdorf. Um diese lange Geschichte zu feiern, luden die drei Ortsvereine der Marktgemeinde am 3. November zu einem Festakt ein. „Schön, dass so viele Mitglieder und Freunde unserer Partei der Einladung gefolgt sind und heute mit uns feiern“, begrüßte Katja Stegbauer, SPD-Vorsitzende in Lappersdorf und Bürgermeisterkandidatin, die rund 100 Gäste im Aurelium.

Die jüngsten Erfolge der örtlichen SPD zählte Stefan Königsberger, zweiter Bürgermeister in Lapppersdorf, auf. „Sei es der soziale Wohnungsbau in Oppersdorf oder der neue Kindergarten in Kareth. Das soziale Gewissen dieser Gemeinde ist die SPD. Wir sind für die Bürger da und wir setzen uns für ihre Interessen ein“, so Königsberger. Anschließend überreichte er jedem der drei SPD-Ortsvereine eine Jubiläumsgabe der Gemeinde.   

Franz Schindler, Bezirksvorsitzender der Oberpfalz SPD, warf in seinem Grußwort einen Blick auf die Vergangenheit der Sozialdemokratie in Bayern und erinnerte dabei auch an Kurt Eisner, der 1918 die Monarchie in Bayern für beendet erklärt und den Freistaat Bayern ausgerufen hatte. Dass damals auch junge Männer in Kareth, Lappersdorf und Hainsacker die Hoffnung auf eine neue Zeit mit den Zielen der Sozialdemokratie verbanden und SPD-Ortsvereine gründeten, brachte der ehemalige Geschichtslehrer Erwin Hadwiger in einem Kurzvortrag den Zuhörern näher.

 Unter dem Titel „Die Kleinen größer machen und die Großen bändigen“ zeigte Hadwiger auf, welche Menschen die SPD in der Marktgemeinde prägten, wie sie jeweils in ihrer Zeit wirkten und was sie für die Bürger in Lappersdorf, Kareth und Hainsacker erreichten. Spannend und eindrucksvoll legte Hadwiger zentrale Meilensteine der Lappersdorfer SPD aneinander, um die Geschichte der Frauen und Männer zu erzählen, die in und um die Marktgemeinde agierten: Von Konrad Altmann und Adolf Heigl als Gründungsmitglieder der SPD vor Ort und ihrem Widerstand und ihr Überleben im Nationalsozialismus über die SPDler, die nach 1945 den demokratischen Wiederaufbau organisierten, bis hin zu Menschen wie die Landtagsabgeordneten Dr. Georg Oeckler und Xaver Wolf  oder Oswald Bauer, Albert Schindlbeck, Rupert Hofmann, Georg Heitzer, die vor und nach der Auflösung der selbständigen Gemeinden 1978  im Markt Lappersdorf kommunalpolitische Reformpolitik betrieben. Schon in dieser Zeit verfolgte die SPD Ziele, die den Menschen in der Gemeinde in den Mittelpunkt stellten, wie der Bau eines kommunalen Kindergartens sowie eines Schulzentrums. Mit diesem Fokus setzen sich auch die aktuellen SPD-Gemeinderatsmitglieder Barbara Rappl, Stefan Königsberger, Harald Baier und Josef „Beppe“ Schmidmeister ein, wodurch die rote Linie von der Gründung bis in die heutige Zeit aufgezeigt wurde.

Nach diesen historischen Rückblicken machte Horst Arnold, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bayerischen Landtag, den Gästen in seinem Festvortrag deutlich, welchen Herausforderungen die Sozialdemokraten im Freistaat heutzutage entgegenstehen. Gerade in den drängenden Themen Digitalisierung, Bildung und Wohnen zeigte er die Versäumnisse der Staatsregierung unter CSU und Freie Wähler auf.  Wenn man auf der Autobahn zwischen Nürnberg und München wegen unzureichendem Mobilfunknetz kein Telefonat führen könne, wenn man im Bildungsbereich einen Investitionsstau in Milliardenhöhe vor sich herschiebe und einen Mietenstopp zwar in den Koalitionsvertrag schreibe, ihn aber nicht umsetze, lägen die Defizite auf der Hand, so Arnold.

„Rundum gelungen“, bewertete Barbara Rappl, Marktgemeinde- und Kreistagsrätin aus Lappersdorf, das Jubiläumsfest. „Schön, dass wir heute zeigen konnten, gegen wie viel Widerstand die SPD seit jeher kämpfen musste und dass sie es immer wieder geschafft hat, Verbesserungen für das Leben der Menschen hier bei uns zu bewirken“, so Rappl stolz. In ihren Schlussworten versicherte Bürgermeisterkandidatin Katja Stegbauer, dass sich die SPD in Lappersdorf weiterhin für eine lebenswerte, moderne Gestaltung der Marktgemeinde einsetzen und sich stets rechter Hetze entgegenstellen werde.

Veröffentlicht am 10.11.2019

 

Kommunalpolitik Bericht aus dem Marktrat - Öffentliche Sitzung vom 14.10.2019

Die wichtigsten Punkte aus Sicht der SPD:

TOP 3: Änderung des Bebauungsplans „Waldweg“

Es wurde einstimmig beschlossen, dass der vorgelegte Vorschlag eines Investors umgesetzt werden soll. Dieser sieht vor, dass die in zweiter Reihe geplante Bebauung von der Michael-Bauer-Straße erschlossen wird. Unterhalb der Michael-Bauer-Straße 1a ist eine Stichstraße geplant die zu einer Tiefgarage führen soll. Weiter wurde beschlossen, dass die Bebauung 3-geschossig, (EG+OG + 2. OG) mit einem zurückgesetzten 2. OG bebaut werden soll. Das Zurücksetzen des 2. OG’s und die Vorgabe von Flachdächern soll gewährleisten, dass die Nachbargebäude nicht verschattet werden.
 

TOP 4 und 5: Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans „Lorenzen – Schießanlage“

Ein Investor plant eine Schießanlage auf dem Acker gegenüber der Beerenmeile. Eine vergleichbare Anlage steht bereits in Ulm. Hierbei ist auch eine 300-m-Schießbahn geplant. Dieses 300-m-Gebäude soll nach Plänen des Investors am südlichen Ende des Flurstücks erfolgen.

Grundsätzlich erbitten sich alle Gemeinderäte mehr Unterlagen und eine anschließende interne Beratung. Sollte es genehmigungsfähig sein, muss eine Bürgerbeteiligung erfolgen.

Die mögliche Einbindung der Lorenzener Schützen wird auch kritisch gesehen, weil hier noch keine Beteiligung erfolgt ist. Man sollte die Betroffenen erst einmal informieren bevor ein Beschluss gefasst werden kann, so der einheitliche Tenor der Markträte.

Aus Sicht der SPD liegt die, dafür vorgesehene landwirtschaftliche Fläche, eindeutig im Außenbereich (§ 35 BauGB) und ist nicht als sogenanntes „privilegiertes Vorhaben“ anzusehen. Privilegierte Vorhaben sind u.a. Gebäude, die der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung bestimmt sind. Also Wirtschaftsgebäude und Betriebsanlagen mit seinen dazu gehörigen Wohnräumen für Betriebsleiter und/oder ein Austragshaus.
Aus diesem Grund ist dieses Bauvorhaben abzulehnen. Weitere Punkte, weshalb wir an dieser Stelle kein Gebäude dieser Art erstellt haben möchten, ist natürlich der Naturschutz, die entstehende Lärmbelastung durch den Betrieb und den zusätzlichen Verkehr, den diese Anlage verursachen würde. Bevor wir ein solches Vorhaben genehmigen, sollten erst einmal die einheimischen mittelständischen Betriebe, die in der Vergangenheit schon vergeblich eine Möglichkeit gesucht hatten, sich zu vergrößern, bedient werden.

Die beiden Punkte wurden einstimmig vertagt.
 

TOP 6: Änderung des Bebauungsplans „Baiern“ im Bereich der Grundstücke Nr. 6, 8 und 10.

Der Antragsteller möchte auf diesen Grundstücken sogenannte Tiny-Häuser errichten. Tiny Häuser sind kleine, einfache Häuser mit geringer Wohnfläche, meist aus Holz. Diese Häuser entsprangen aus der Tradition der USA, seine Häuser bei Wohnortwechsel mitnehmen zu können. Obwohl im Bauausschuss der Antrag positiv gesehen wurde, gab es einige geäußerte Bedenken.
Hier einige Auszüge: Die CSU Fraktion befürchtete eine Wohnwagensiedlung, weil diese Häuser aus deren ursprünglich angedachten Tradition portabel seien. Dem ist natürlich nicht so, weil wir erstens, diese Tradition in Deutschland nicht haben, wie auch, dann müsste es solche genormten Grundstücke überall in Deutschland geben und weil der Antragsteller diese Gebäude wohl selbst errichten möchte. Ein weiterer Einwand seitens der CSU war, dass sie keine Häuser aus Holz haben möchten und das zu dem ländlich geprägten Ortsbild nicht passen würde. Seit wann man Holzhäuser verbieten kann bzw. möchte, ist uns ein Rätsel. Es gibt in unserer Gemeinde einige Holzhäuser, die von Massivhäusern nicht zu unterscheiden sind. Woher diese subjektive Haltung kommt, war nicht ersichtlich. Außerdem prägen gerade in Holz errichtete Gebäude, wie Ställe oder andere Nebengebäude ländliche Gebiete. Passender kann eine Gebäudeform also nicht sein.

Diese Gebäude geben jungen wie älteren Paaren die Möglichkeit sich ein günstiges Eigenheim zu leisten ohne sich hochgradig verschulden zu müssen. Durch die Nähe zu Regensburg sind die Grundstückspreise bei uns mittlerer Weile sehr hoch und kaum finanzierbar. Mit dem Passus die Anordnung der Häuser etwas lockerer zu gestalten, wurde dem Antrag mit 18 zu 4 Stimmen zugestimmt.
 

TOP 7: Maßnahmenbeschluss zur Sanierung der Sporthalle Grundschule Hainsacker

Die Sporthalle soll saniert werden. Damit unser Bauamt mit der Planung beginnen kann, mussten einige Entscheidungen getroffen werden.

Neben den unstrittigen Maßnahmen zum Brandschutz, zur Hygiene, die Verschattung und zur Energieeinsparung gab es nur wenige offene Punkte.
Die innenliegende Treppe, die in der Halle immer wieder zu Verletzungen bei den Sportlern führt, soll entschärft werden. Hierzu gab es neben der Verlegung nach außen auch den Vorschlag die Fläche in Flucht der Treppe mittels Prallwand oder Banden abzugrenzen. Letzteres wurde beschlossen.
Aus der Sicht aller Markträte ist der Boden nach 25 Jahren abgenutzt u. a. auch durch die Nutzung als Rollschuhtrainingshalle. Der neue Belag soll in erster Linie aber in Hinblick auf den Schulsport und nicht auf andere Nutzungen saniert werden. Man will selbstverständlich die Rollschuhfahrer nicht aus der Halle vertreiben.

 

TOP 8: „Antrag zur Finanzierung der Einsatzkleidung unserer Marktfeuerwehren“

Die Feuerwehrbekleidung wurde trotz höheren Preises und kürzerer Laufzeit einstimmig genehmigt.
 

TOP 11: „150 Tage Klimaschutzmanagerin; Vorstellung der Projekte“
Seit dem 1. Juni 2019 verstärkt Verena Dobler als erste Klimaschutzmanagerin des Team des Bauamtes im Markt Lappersdorf. Frau Dobler stellte Ihr Tätigkeitsfeld vor und berichtete über durchgeführte und laufende Maßnahmen.

 

TOP 12: „Informationen/Anfragen/Verschiedenes/Termine“

Die SPD Fraktion stellte vor der Sitzung fristgerecht einen Antrag zur Lage der künftigen Kindergartenplätze der nicht als Beratungspunkt mit aufgenommen wurde.
Es ist seit längerem bekannt, dass die Diözese die Kinderbetreuungsplätze in unserer Gemeinde stark reduzieren möchte. Durch die Zusammenlegung der Pfarreien Lappersdorf und Kareth wird die katholische Kirche ihre derzeitigen 14 Kindergartengruppen auf nur sechs reduzieren.
Unsere Fraktionssprecherin wollte folgende Fragen geklärt haben:
1. Wird diese Reduzierung der Kindergartengruppen tatsächlich durchgeführt und wenn ja, in welchem Zeitraum?

2. Gilt dies auch für Hainsacker?

Der Bürgermeister bestätigte, dass die Planungen der Kirche tatsächlich in dieser Form umgesetzt werden. In welchem Zeitraum ist nicht bekannt. Jedenfalls bei der nächsten Renovierung der Kindergärten in Lappersdorf und Kareth. Ob das in Hainsacker auch der Fall sein wird, ist unklar.
Die SPD Fraktion möchte hier Klarheit haben. Da vor allem der Kindergarten in Lappersdorf stark renovierungsbedürftig ist, kann es im Sanierungsfall mit der Gruppenreduzierung schnell gehen. Das alles ist seit dem Jahr 2014 der Verwaltung bekannt.

Die SPD fordert deshalb die finanziellen Mittel im nächsten Haushalt und mittelfristigen Finanzplanung dafür bereit zu stellen, um rechtzeitig reagieren zu können. Außerdem soll der Bürgermeister die offenen Fragen klären. Die Kinderbetreuung ist für viele Familien in unserer Marktgemeinde existenziell und muss dringend geklärt werden.

Veröffentlicht am 18.10.2019

 

Kommunalpolitik Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans für das gesamte Gemeindegebiet

Der Marktgemeinderat hat sich in einer Sondersitzung am 16.07.2019 mit der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans (FNP) befasst.

Nach einer längeren Diskussion bezüglich der Fläche W8 in Hönighausen (0,3 ha!), ging es um den wohl spannendsten Teilbereich des Tages, in Hinblick auf die ungewöhnlich vielen Zuhörer. Dabei ging es um die Herausnahme der Flächen R1 und W2 in Kareth, soweit die Empfehlung seitens der Planer und der Verwaltung.Gemeint ist das über 15 ha (das gesamte Gemeindegebiet benötigt 35 ha Wohnbauflächen) umfassende Areal zwischen dem Kreisverkehr am Gymnasium bis diagonal Richtung Süden verlaufend zur Linie „Jacob.Schmid-Str./ In der Point“. Neben der Tatsache, dass fast die Hälfte aller CSU Räte nicht anwesend waren, ist die Feststellung dass deren Fraktionsspitze es fertig brachte, sich während eines Satzes dafür und dagegen auszusprechen, äußerst kurios. Zum einen wurde behauptet, dass diese Flächen in der Priorität bei der künftigen Bebauung ganz hinten angesiedelt seien, und zum anderen pochte die Rest-CSU darauf, diese Flächen so zu belassen sei wie sie jetzt sind, also als künftiges Bauerwartungsland. Interessant hierbei war es, dass laut Barbara Rappl sogar schon der ehemalige CSU-Bürgermeister Dollinger diese Festlegung als einen großen Planungsfehler seines Vorgängers (Todt, CSU) bezeichnete. Wenn die Priorität derart nachrangig angesiedelt wäre, könnte man doch die Flächen, wie vorgeschlagen, auch herausnehmen. Die Erklärung, weshalb das Belassen der Flächen für die Gemeinde so wichtig sei, blieb die Restfraktion der CSU jedoch schuldig. „Man wolle die Bevölkerung nicht verärgern“, hieß es nur. In theatralischer Weise sprach diese auch von „Enteignung“, was, wenn man sich mit Bauleitplanung auseinandersetzt, völlig das Thema verfehlt. Grundsätzlich kann man aus einem Flächennutzungsplan kein Baurecht ableiten. Eine Randnotiz ist noch zu machen. Offensichtlich ist sich die CSU Fraktion uneinig, was die Zukunft des Areals betrifft. Nur so ist es zu erklären, weshalb fast die Hälfte der Fraktion sich vor dieser Sitzung gedrückt haben. Schließlich möchte man es sich mit einem sehr kleinen Teil der Bevölkerung nicht verderben, auch wenn die Sachlage ganz anders aussieht.

Die Fakten

Kareth hat derzeit etwa 2600 Einwohner. Bei einer Ausweisung von weiteren 16 ha Bauland, 11 ha beim Gymnasium sind bereits fest eingeplant, würde dort die Bevölkerung in kürzester Zeit drastisch ansteigen! Man hat in der Sitzung sogar von insgesamt 30 ha allein für Kareth gesprochen. Das ist keiner Gemeinde zuzumuten und hat nichts mit einer gesunden Entwicklung zu tun. Weiter hat die Gemeinde dort keine Grundstücke und müsste diese erst zukaufen. Der Ausbau der Infrastruktur kostet die Gemeinde, also uns allen, sehr viel Geld. Hier stimmt der Kosten / Nutzen Faktor nicht überein und würde den Markt in eine sehr hohe Verschuldung treiben. In den letzten Jahren wurden Infrastrukturmaßnahmen für den aktuellen Bevölkerungsstand nachgeholt. Eine derartige Vergrößerung der Bevölkerung würde den weiteren Ausbau von Schulen, Kindergärten und Horten bedeuten. Auch wenn die Fraktionsspitze der CSU nach wie vor das Märchen verbreitet, es seien dort Plätze frei, sieht die Realität anders aus. Kindergärten, Hort, KiTa und Schulen sind ausgebucht mit sehr wenig Luft nach oben. Außerdem steht die Regierung der Oberpfalz dieser Ausweisung, aus oben angeführten Gründen, sehr kritisch gegenüber. Aus fachlicher Sicht wird geraten, diesen Grünkorridor zu belassen. Grundsätzlich sollten sich alle Ortsteile, nach ihren individuellen Möglichkeiten, gleichmäßig entwickeln. Kareth ist in den nächsten Jahren mit mehr als 12 ha gut bedient. Die zusätzliche Verkehrsbelastung für die Karether Hauptstraße und den Pfälzer Weg bleiben eine Herausforderung. Das Gemeindewohl steht über den Forderungen Einzelner. Eine derartige Bevölkerungsexplosion würde sehr viel Unmut erzeugen.

Die Abstimmung

Nach heftiger Diskussion stimmte die Rest-CSU als einzige Fraktion gegen die Herausnahme der beiden Flächen.

Was sich im Anschluss dann ereignete, war wohl bislang einzigartig. Die anscheinend betroffenen Bürger, die eigens zu diesem Punkt die Sitzung besuchten, verließen den Saal. Ein älterer Herr beschimpfte lautstark die Freie Wähler-Fraktion mit dem Satz „Euch unterstütze ich nicht mehr. Ich wähl euch auch nicht mehr! Sowas sollen Karether sein?“

Aufgabe der Gemeinde bei der Erstellung eines Flächennutzungsplans

Die Gemeinde muss eine wirtschaftliche, dem Landschaftsbild und allen Erfordernisse entsprechende Planung erstellen. Hierbei ist immer das Gemeinwohl und nicht der Einzelne im Fokus. Wenn man Bauland ausweist, muss die Gemeinde die Infrastruktur vorhalten oder erstellen. Das kostet und deshalb schreibt die Bayerische Gemeindeordnung Art. 61 „Allgemeine Haushaltsgrundsätze“ vor, dass eine Gemeinde zur Wirtschaftlichkeit gezwungen ist um die Leistungsfähigkeit der Gemeinde zu gewährleisten.Hierzu gehören u. a. folgende Infrastrukturmaßnahmen, die die Gemeinde im Vorfeld sichern muss:

  • • Straßen
  • • Wasser Ver- und Entsorgung (Stichwort Kläranlagen und Trink- und Löschwasser)
  • • Schulen, Kindergärten, Horte, Kindertagesstätten
  • • Arbeitsplätze
  • • Krankenhäuser (Landkreis/Bezirk)
  • • Soziale Einrichtungen für Familien, Jugend und alte Menschen
  • • Friedhöfe und vieles mehr

Wer also von der Gemeinde verlangt Bauland auszuweisen, um persönlichen Gewinn zu machen, langt unweigerlich in die Kassen der Gemeinden. Das kann und ist nicht Aufgabe der Gemeinden. Aus diesem Grund werden Umlageverfahren gemacht.

Aufgaben eines Flächennutzungsplans

Der FNP ist eine sogenannte vorbereitende Bauleitplanung die jede Gemeinde in Bayern alle 20 bis 25 Jahre durchzuführen hat. Hier wird die städtebauliche Entwicklung der Gemeinde der nächsten 20 Jahre festgelegt. Es werden Gebiete in verschiedene Bereiche unterteilt und im Vorfeld von der Gemeinde auf mögliche gegenseitige Störungen untersucht. Es soll z. B. vermieden werden das bereits existierendes Gewerbe oder Landwirtschaft ein künftiges Wohngebiet z.B. durch Lärmbelästigung beeinträchtigt. Diese Untersuchungen gehen über alle nur denkbaren Lebensbereiche.

Hier geht’s zum noch gültigen, alten FNP: https://www.landkreis-regensburg.de/geoportal/bauleitplanung/fplan/fplan-lappersdorf-19-01-02.pdf

Landesentwicklungsplan

Weiter gibt der Landesentwicklungsplan des Freistaates Bayern vor, in wieweit sich eine Kommune entwickeln darf. Schließlich ist das Wachstum einer Gemeinde nicht alleine deren Sache. Das Land, der Bezirk und der Landkreis haben, wie auch die Gemeinde diverse Aufgaben für ihre Bürger zu erfüllen, die sie nur dann erfüllen können, wenn maßvoll und geplant vorgegangen wird. Hierbei sind es nicht nur auf Gemeindegebiet, sondern auch im größeren Umkreis vor allem Infrastrukturmaßnahmen gemeint, die die Allgemeinheit tragen muss. Der Landesentwicklungsplan berücksichtigt unter anderem Landschaftsschutzgebiete und deren überregionale Zusammenhänge, Wasserschutzgebiete und natürlich auch Frischluftschneisen und Verkehrsbelastungen. Er regelt die überregionale Entwicklung der Bevölkerung und deren Anbindungen an die nächsten Städte (Oberzentren genannt) und Arbeitsstätten.

Hier kann man Aufgaben und Ziele zur Landesentwicklungsplanung nachlesen: https://www.landesentwicklung-bayern.de/

Jürgen Krall/ Katja Stegbauer

Veröffentlicht am 20.07.2019

 

Kommunalpolitik Neues Rathaus für Lappersdorf?

Der Gemeinderat sollte sich im ersten Teil der denkwürdigen Sitzung vom 09.07.2019 mit dieser Thematik befassen. Dass dies überhaupt im öffentlichen Teil der Sitzung geschah, war nur einer Intervention der SPD- und CSU- Fraktionen zu verdanken - Bürgermeister (und Verwaltung?) versuchten das in einer nichtöffentlichen Marktratssitzung, also geradezu im Geheimen abzuhandeln.

Im Folgenden war es für alle Beteiligte - Gemeinderäte und Zuhörer - schwierig, zwischen den verschiedenen Ebenen der Debatte zu unterscheiden. Streitthema war vor allem die schlechte Vorbereitung der Sitzung, sodass dem eigentlichen Sachthema letztendlich wenig Aufmerksamkeit zukam.
 

Sitzungsvorlage

Der Bürgermeister hatte extra einen Brandschutzsachverständigen und den von der Gemeinde beauftragten Architekten zur Sitzung geladen, der mit den entsprechenden Zahlen seine Einschätzung des Sachverhalts darlegen sollte. Diese Zahlen waren allerdings nicht nur mangelhaft aufbereitet, sondern sie lagen zusätzlich auch den Gemeinderäten nicht als Tischvorlage zur Übersicht und Vorbereitung vor. So konnte man nach längeren Erklärungen zwar erfahren, dass die Berechnungsgrundlage rein auf die Informationen und Wünsche der Nutzer (Verwaltung) zurückzuführen waren. Inwieweit sich die Zahlen bzw. Flächen mit allgemeinen Vorgaben- und Erfahrungswerten decken, um wirtschaftlich ein Verwaltungsgebäude, wie eben ein Rathaus bauen zu können, blieb allerdings bis zuletzt unklar. Es hieß in der Sitzung lediglich, dass diese Zahlen die Verwaltung vorgegeben hätte. Im Landkreis gäbe es aber ähnliche Gebäude, wie das neu gebaute Landratsamt, um Vergleichswerte heranzuziehen. Wir sind auch nicht die einzige Gemeinde, die sich mit der Planung eines neuen Rathauses befasst. Hier könnte man beispielsweise die Gemeinden Gröbernzell, (https://www.groebenzell.de/rathaus-politik/rathaus-neubau.html) und Waldkraiburg (https://www.waldkraiburg.de/de/aktuelles/rathaus-neubau-oder-sanierung/) befragen, welche ähnliche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt und die verschiedenen Möglichkeiten vorbildlich dargestellt haben. Es besteht grundsätzlich immer die Möglichkeit, die Herangehensweise an ein solches Projekt bei anderen Gemeinden zu erfragen. Die „Friss oder stirb“ Methode, wie letzten Dienstag, ist bei einem so großen, weitreichenden Projekt einer Gemeinde die denkbar schlechteste.
 

Es gab in der Sitzung weder die Bestandszahlen der aktuellen Situation, noch eine Erklärung weshalb die Verwaltung um 50%, also von 40 auf 60 Arbeitsplätze ausgebaut werden soll. Hier stellen wir uns vor, dass die Verwaltung ein schlüssiges Konzept vorlegt. In der Sitzung wurden keine vergleichbaren Zahlen genannt. Es wurden Nutzflächen (= ohne Funktionsflächen wie, Betriebsräume (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro) und ohne Verkehrsflächen usw.) des Altbaus mit Bruttogeschoßflächen (= alle Flächen, inkl. Dachgeschoss, Keller usw.) eines fiktiven Neubaus verglichen. Auch der Hinweis auf eine möglicherweise notwendige energetische Sanierung und deren Kosten fehlten völlig. Das Summenspiel sähe so aus: Sanierungskosten (nach oben offen, da schadstofftechnisch das Rathaus ein bedenkliches Baujahr hat) plus Betriebskosten für die nächsten 20 Jahre bei steigenden Energiekosten. Dem Gegenüber die Neubaukosten plus Betriebskosten für die nächsten 20 Jahre, wobei man hier sogar ein „Nullenergiehaus“ bauen könnte.
 

Plötzlicher Sachzwang

Warum sich der Sachzwang so plötzlich ergab, konnten sich die meisten Gemeinderäte nicht erklären. Dass das Landratsamt schon 2012/13 einer Interimslösung beim Thema Brandschutz nur bis Ende Juli 2019 zugestimmt hatte, war wohl den, erst zur letzten Kommunalwahl gewählten Gemeinderäten, nicht bekannt. Eine Forderung des Landratsamtes noch bis Ende Juli 2019 eine Entscheidung für Sanierung oder Neubau zu treffen, da ansonsten das Rathaus nicht mehr weiterbetrieben werden könnte, liegt bislang nicht vor. Auf Grundlage dieses neuen Sachzwangs wurde vom Bürgermeister und der Verwaltung am Dienstag versucht, dem Marktrat einen Grundsatzbeschluss für das lang ersehnte neue Rathaus abzutrotzen.
 

Die Situation eskalierte soweit, dass sich der BM dazu hinreißen ließ, den eigenen Gemeinderat zu beschimpfen. Dabei war es vor allem der schlechten Vorbereitung der Verwaltung und seiner Gesprächsführung zu verdanken, dass die Debatte sich überhaupt nicht mit dem Kernthema befasste. Das geladene Planungsteam versuchte hin und wieder Sachverhalte zu erklären, wies aber mehrfach darauf hin, dass viele Punkte nur die Verwaltung und das Landratsamt klären könnten.

Dabei ist die Frage - Sanierung oder Neubau – tatsächlich dringend, und es wäre wünschenswert, wenn der noch amtierende Marktgemeinderat dem neu zu wählenden Rat eine Empfehlung aussprechen würde. Ihn, wie beim Aurelium, mit einem Beschluss vor vollendete Tatsachen zu stellen halten wir nicht für zielführend.
 

Position

Die SPD wird sich hier einer wirtschaftlichen und zukunftsorientierten Lösung nicht verschließen. Im allgemeinen Getümmel am Dienstag ging die Empfehlung des Architekten und aller Sachverständigen unter, die klar Richtung Neubau zu verstehen waren. Dies scheint in Anbetracht der schon jetzt bekannten und noch gar nicht absehbaren Sanierungskosten als auch der hohen Betriebskosten des bestehenden Baus nicht völlig abwegig. Nichtsdestotrotz müssen sorgfältig alle zur Verfügung stehenden Zahlen geprüft und nach einer langfristig wirtschaftlichen Lösung gesucht werden. Dies wird eine der dringlichsten Aufgaben des neuen Gemeinderats werden - sachorientiert und zukunftsgewandt!

Die SPD hat allerdings aus dem Bürgerentscheid von 2011 gelernt und hält es für angebracht, die Bürgerschaft in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Ein neues Rathaus in der von der Verwaltung gewünschten Größe würde mindestens 15 Mio.€ kosten. So viele Millionen für ein neues pompöses Rathaus oder eine Luxussanierung plus Erweiterung will die SPD nicht ausgeben. Lappersdorf hat ausserdem noch andere Pflichtaufgaben zu erfüllen z.B.; Kanalsanierungen, Lappersdorfer Kindergarten, Karether Feuerwehrhaus, Ortsdurchfahrt Lappersdorf usw…Die Prioritäten müssen richtig gesetzt werden.

Veröffentlicht am 14.07.2019

 

Ortsverein SPD Hainsacker: Motor für SPD und Kommunalpolitik in Lappersdorf

Langjährige Mitglieder geehrt. Vorsitzender Harald Baier fordert auch für Lappersdorf ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept. Kompetenzverlust in der Verwaltung befürchtet.
 

In familiärer Atmosphäre trafen sich am 5.Mai 18 Genossinnen und Genossen zur Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins Hainsacker im Gasthaus Prößl.

Sie ehrten sechs Mitglieder für ihren jahrzehntelangen Einsatz: Johann Kirschner und Otto Wöhrl sind seit 20 Jahren aktiv. Seit 30 Jahren prägt Barbara Rappl den Ortsverein und entscheidet mit für den  Markt Lappersdorf und den Landkreis Regensburg. 45 Jahre lang haben die „Urgesteine“ der Hainsackerer SPD den Ortsverein mitgetragen und gestaltet: Heiner Mandl, Franz Hendlmeier und Fritz Mühlbauer.

Der Vorsitzende Harald Baier berichtete über die Aktivitäten des OV im vergangenen Jahr. Die Organisation der Demo im Mai gegen den rechten Flügel der AFD, das Familien-und Kinderfest bezeichnete er als wichtige und erfolgreiche, gemeinsame Aktionen der SPD im Markt Lappersdorf. Der Ortsverein war bei regionalen SPD Veranstaltungen vertreten und habe sich ins gesellschaftliche Dorfleben in Hainsacker eingebracht.

In den anschließenden Berichten und Meinungen zur Kommunalpolitik forderte Harald Baier angesichts der demografischen Entwicklung ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept für Lappersdorf. Es müssten u.a. auch Grundstücke für senioren-gerechtes Wohnen bereitgestellt und bezahlbare Wohnungen geschaffen werden.

"SPD im Motorraum, Freie Wähler am Sonnendeck“
 

2. Bürgermeister Stefan Königsberger bedauerte den möglichen Kompetenzverlust in der Verwaltung, der durch den Weggang langjähriger Mitarbeiter und Führungskräfte im Bauamt, Bauhof, Kämmerei und Jugendamt entstehen kann. In der SPD Fraktion sieht er weiterhin den „Motor“ in der Lappersdorfer Kommunalpolitik. Sie habe dabei viel Widerstand überwunden und sehr viel erreicht: Die Renovierung und Aufstockung der Schule Hainsacker, das Kinderhaus am Sportzentrum, den Kinderhort an der Karether Schule und den sozialen Mietwohnungsbau mit 18 Wohnungen in Oppersdorf. In der „Gestaltungsmehrheit“ sieht er die SPD im „Motorraum“, während die FW gerne am „Sonnendeck“ agieren. Als dringend sah er eine Überplanung für die Ortsdurchfahrt Lappersdorf mit einer anschließenden Bürgerbeteiligung an. Bei den anstehenden Baumaßnahmen muss Ökologie und Soziales in der Balance bleiben, das Leben dadurch nicht teurer werden.

ÖPNV: 20 Minutentakt auch auf der Achse Kareth/Oppersdorf
 

Kreisrätin Barbara Rappl hob in ihrem Bericht die Rolle der SPD-Kreistagsfraktion hervor. Gegen anfänglichen Widerstand wurde der Landkreispass eingeführt und die präventive Jugendarbeit ausgebaut. Nach RVV-Vorstellungen und ihrem persönlichen jahrelangen Einsatz im zuständigen Gremium soll heuer eine neue 18 sowie der Sonntagsverkehr für die Linie 14 eingeführt werden. Auch die Linie 17 soll bis Regenstauf verlängert werden. Die Achse Kareth/Oppersdorf erhält somit einen 20 Minuten Takt. Ein Verkehrskonzept für den Raum Regensburg ist dringend erforderlich. Ideen wären da - nur das Geld fehle.

Rappl sieht in der Aufstellung des Flächennutzungsplans den Lappersdorfer Marktrat in großer Verantwortung. In der Frage, wie stark und wie schnell Lappersdorf wachsen soll, sieht die SPD noch Diskussionsbedarf.

In der Aussprache wurde von Fritz Weinbeck die Verlegung von Amt 5 (Jugend, Familie, Senioren, Inklusion) in den Bauhof kritisiert. Der Zugang in den 1. Stock sei für viele Betroffene nicht gewährleistet.

Zum Schluss waren sich die Mitglieder einig, dass die Europawahlen noch nie so wichtig waren. Eine weitere Schwächung der Sozialdemokraten könnte soziale Errungenschaften auch in Deutschland gefährden.

Veröffentlicht am 12.05.2019

 

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