Die Kommunalwahlen 2014 in Lappersdorf und die SPD

Wahlen

Geringe Enttäuschung und große Verantwortung

Die Ergebnisse

Natürlich waren wir im ersten Moment enttäuscht, als unser Bürgermeisterkandidat Stefan Königsberger als Drittplatzierter nicht in die Stichwahl um den Ersten Bürgermeister von Lappersdorf kam. Bei 10.641 Stimmberechtigten gaben 6.464 gültige Stimmen ab. Stefan Königsberger erhielt davon 1.288 bzw. 19,93 % . In der Stichwahl am 30. März 2014 zwischen Joachim Strauß (CSU ) und Christian Hauner (FW) stimmten 3.915 (62,63 %) für Christian Hauner als Ersten Bürgermeister. Wir gratulieren und wünschen ihm und uns eine erfolgreiche Arbeit.

Auch bei der Gemeinderatswahl 2014 fielen die Ergebnisse für die SPD im ersten Moment ernüchternd aus.
Den Gemeinderat wählten 6.503 ( von 10.363) Stimmberechtigte. Das sind 62,75 %.
Die SPD erhielt 25.799 Stimmen und ist mit 4 (vier) Sitzen im Marktrat vertreten.
2008 entfielen 29.259 Stimmen auf die SPD Kandidaten, die mit fünf Sitzen im Marktrat vertreten waren. Die SPD verlor demnach 3460 Wählerstimmen und einen Sitz im Marktrat.
Im Marktrat 2014 – 2020 ist die SPD weiterhin vertreten mit Stefan Königsberger, Barbara Rappl und Josef Schmidmeister. Neu ist Hans-Günther Streiff.
An Wählerstimmen verloren hat auch die Bürgerliste (BL). Nach 10.868 Stimmen bei der Wahl 2008 erhielt sie jetzt 9.845 Stimmen. Sie behält aber 2 (zwei) Sitze.
Neu
im Marktrat sind die DIE GRÜNEN mit 11.160 Stimmen und 2 (zwei) Sitzen.
Gewinner dieser Wahl sind die Freien Wähler (FW) mit 34.324 Stimmen. 2008 erhielten sie 22.408 Stimmen und vier Sitze im Marktrat. Neben dem Ersten Bürgermeister sind sie mit 6 (sechs) Sitzen im Marktrat vertreten.
       Verlierer der Kommunalwahl ist die CSU. 2008 entfielen 71.409 Stimmen (51,46 %) auf die CSU, die mit 13 Sitzen (von 24) die absolute Mehrheit  stellte. Bei  der Kommunalwahl 2014  erreichte sie 58.810 Stimmen und erhielt 10 Sitze im Gemeinderat.

Veränderungen und mögliche Ursachen

Die Verluste der SPD
Die Partei die DIE GRÜNEN stellte sich 2008 nicht zur Wahl. Die SPD profitierte damals wohl von „Rot-Grün“-Wählern, die sie jetzt wieder abgeben musste.
Die klischeehafte  Selbstdarstellung der FW, der BL und auch der CSU als „parteiunabhängig“ missbrauchte die SPD als Feindbild. „Getretener Quark wird breit - nicht stark“  und ist im Wahlkampf wohl unausrottbar.
Der SPD Wahlkampf orientierte sich (zu sehr?) an der Stammwählerschaft.

Die Gewinne der Freien Wähler
Von der Wechselstimmung der Dollinger/Strauß -CSU profitierten in erster Linie die FW, während die SPD als „parteipolitisch“ verunglimpft wurde. Zusätzliche Unterstützung kam  durch den  erfolgreichen Landrats-Wahlkampf von Tanja Schweiger.

Die Verluste der CSU
waren spätestens seit dem Bürgerentscheid 2011 abzusehen. Selbstherrlich und autoritär regierte sie dennoch weiter mit  ihrer absoluten Mehrheit im Marktrat. Selbst eine CSU kann sich das nicht auf Dauer leisten.

Neues im neuen Marktrat 2014-2020

1. Die Allianz von FW, SPD, DIE GRÜNEN und BL wählte Stefan Königsberger als 2. Bürgermeister und Jan Kirchberger (BL) als 3. Bürgermeister.
Damit hat die Altgemeinde Hainsacker nach 12 Jahren wieder einen Bürgermeister. Und die SPD stellt nach 36 Jahren wieder einen Bürgermeister in Lappersdorf, sogar den zweiten.
2. Änderung der Geschäftsordnung
Die Änderung der Geschäftsordnung wurde von der SPD gefordert  und durchgesetzt.
Zwei Ausschüsse wurden neu gebildet:
a) Ausschuss für Jugend, Familie, Soziales, Senioren und Kultur
Die sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen  kommunalpolitischen Themen werden wieder in legitimierten Ausschüssen mit Vertretern aller Fraktionen diskutiert und entschieden. Die SPD ist vertreten durch Barbara Rappl (Vertreter Stefan Königsberger)  und Hans-Günther Streiff. (Vertreter Josef Schmidmeister).
b. Personalausschuss
Stefan Königsberger vertritt die SPD. Sein Vertreter ist H.G. Streiff
Bestehen  bleiben der Bau-und Vergabeausschuss und der Rechnungsprüfungsausschuss.
Für die SPD ist Stefan Königsberger Mitglied im Bau- und Vergabeausschuss. Sein Stellvertreter ist Josef Schmidmeister. Im Rechnungsprüfungsausschuss vertritt Barbara Rappl die SPD-Fraktion, ihr Stellvertreter ist Hans-Günther Streiff.

Fraktionsvorsitzende der SPD  bleibt Barbara Rappl

 
 

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